Schwachpunkt: Belgiens Radja Nainggolan mag Zigaretten.

© APA/AFP/EMMANUEL DUNAND

EM 2016
06/26/2016

Vor Belgien-Match: Storck ließ schon Elferschießen üben

Erstes EM-Endrunden-Duell gegen die Ungarn nach dem Spiel um Platz 3 vor 44 Jahren.

Für Aufsehen sorgte vor der ersten K.-o.-Runde der belgische Siegtorschütze gegen Schweden, Radja Nainggolan: Teamchef Marc Wilmots bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass der Mittelfeldspieler von Roma raucht. "Wenn er es braucht, werde ich ihn nicht daran hindern. Wichtig ist nur, dass er seine Leistung auf dem Rasen bringt." Aus diesem Grund habe Nainggolan auch ein Zimmer mit Balkon. "Damit der Rauchmelder nicht anschlägt", verriet Wilmots.

Der Coach hätte lieber gegen eine Topnation wie England oder Spanien als gegen die Ungarn gespielt. "Gegen solche großen Mannschaften hast du nichts zu verlieren. Spiele wie damals bei der Weltmeisterschaft 2002 gegen Brasilien haben einfach einen besonderen Reiz." Gleichzeitig warnte er vor dem vermeintlich unattraktiven Gegner. " Sie haben uns in der Qualifikation dafür kritisiert, dass wir gegen Wales verloren haben. Seht euch an, wie die Waliser heute dastehen," sagte er zum "Aufstand der Außenseiter".

Das ungarische Team von Trainer Bernd Storck hat nach dem sensationellen Gruppensieg ohne Niederlage Lust auf mehr. Der Respekt vor Belgien ist zwar gegeben, in Ehrfurcht möchte man aber nicht erstarren. Laszlo Kleinheisler etwa, der bei Werder Bremen in der abgelaufenen Saison kaum zu Einsätzen gekommen war, berichtete, dass man schon Elfmeterschießen trainiert hat.

Flexible Ungarn

Die Ungarn überzeugten in Frankreich bisher mit taktischer Variabilität: Storck gab allen 20 Feldspielern Einsatzminuten. Neben der Offensivpower der Belgier um Kevin de Bruyne und Eden Hazard wird auch die Abwehr eine Herausforderung darstellen. Obwohl Wilmots die Defensive aufgrund mehrerer Verletzungen im Vorfeld der EM umstellen musste, ließ man zwei Mal in Folge kein Gegentor zu. Aber vorne kommen die Stars nur mühsam in Form.

Vor 44 Jahren trafen sich Ungarn und Belgien bei einer EM-Endrunde. Das Spiel um Platz drei gewann Gastgeber Belgien am 17. Juni 1972 2:1 – nur 6184 Zuschauer wollten die Partie damals in Lüttich sehen. Zuvor hatten die Belgier 1:2 gegen den späteren Europameister Deutschland verloren, Ungarn unterlag der Sowjetunion 0:1. Während Belgien als EM-Zweiter 1980 weitere Erfolge feierte, musste Ungarn vier Jahrzehnte auf seine nächste EM-Runde warten.

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