Cristiano Ronaldo

© REUTERS/Kai Pfaffenbach

Fußball
06/14/2016

Island trotzt Portugal ein Remis ab

Gruppenfavorit Portugal kommt gegen Island nicht über ein 1:1 hinaus.

Österreich ist nach dem ersten Spieltag Gruppenletzter, weil Island gegen Portugal einen Punkt erkämpfte.

Die erste Chance hatte der Underdog. Nur zwei Minuten nach dem Anpfiff zum EM-Debüt hätten die Vertreter des kleinsten Landes in Frankreich beinahe einen großen Moment gehabt: Gylfi Sigurdsson kam zwei Mal zum Abschluss, Patricio hielt.

Die Isländer legten ihr 4-4-2 klassisch und mit schnellen Angriffen an. Portugal spielt zwar mittlerweile auch ein 4-4-2-System, interpretiert das aber viel freier. Natürlich auch, weil mit Cristiano Ronaldo einer der beiden besten Fußballer der Welt zur Verfügung steht. Der Real-Star spielte oft aus der Etappe, wich viel auf die Flügel aus und legte mit einer perfekten Flanke die erste große Chance von Portugal auf: Den Kopfball von Nani kratzte Goalie Halldorsson von der Linie (21.).

Danach nahm der Druck zu, Ronaldo verfehlte nach einem langen Pass knapp (26.).

Fünf Minuten später fiel das 1:0. Schön war es herausgespielt. Nach einem Doppelpass gab Gomes scharf zur Mitte, Stürmer Nani übernahm direkt und traf ins kurze Eck (31.).

Wer erwartet hätte, dass Hälfte zwei in St-Etienne eindeutig werden würde, lag falsch. In Minute 50 durfte Island das erste EM-Tor feiern. Die Innenverteidigung vergaß bei einer Flanke auf Birkir Bjarnason, der Basel-Legionär verwertete volley zum 1:1.

Der Treffer zeigte Wirkung. Portugal kam zwar zu Chancen, wie Nani per Kopf (71.), doch Island verteidigte geschickt und mit großer körperlicher Stärke.

In Minute 85 hätte Ronaldo in seinem 127. Länderspiel beinahe mehr zu feiern gehabt als den Gleichstand mit dem Rekord-Internationalen Luis Figo – aber der Kopfball wurde gehalten. Auch Patricio musste noch eingreifen: Joker Finnbogason hatte sogar diese eine Chance zur Sensation (86.).

Starker Gegner

Der direkte Vergleich macht sicher: Portugal spielte – trotz des enttäuschenden Resultats – als Favorit druckvoller, sauberer und abgeklärter als drei Stunden zuvor Österreich. Der kommende Gegner müsste am Samstag also nachlassen, um in Österreichs Griffweite zu kommen. Oder das ÖFB-Team präsentiert sich viel besser als noch beim 0:2 gegen Ungarn.

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