Willi Ruttensteiner ist sauer auf Peter Hackmair.

© APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ

Fußball
06/10/2016

Ruttensteiner kritisiert ORF-Experte Hackmair

"Es gilt, niemanden zu diffamieren oder gar zu beleidigen."

von Andreas Brandt

Die Fußball-Europameisterschaft hat noch nicht einmal ihr erstes Spiel erlebt, da ist ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner schon sauer. Bei der Pressekonferenz am Freitag machte Ruttensteiner seinem Ärger über einige Aussagen von ORF-"Onfield"-Reporter Peter Hackmair Luft. Vor allem Hackmairs Interpretation der Körpersprache mancher Spieler stieß dem Oberösterreicher sauer auf: "Es ist ganz wichtig zu unterscheiden, was ist eine Wahrnehmung und was ist eine Interpretation. Man muss da sehr vorsichtig sein. Es gilt, niemanden zu diffamieren oder gar zu beleidigen."

"Kritik auf qualitativer Ebene ist in Ordnung, aber irgendwelche Bewegungen oberflächlich zu interpretieren, ist falsch", ärgerte sich der Sportdirektor.

Hackmair hatte sich sowohl bei der 0:2-Niederlage gegen die Niederlande als auch beim ersten öffentlichen Training in Mallemort, das der ORF live übertragen hat, kritisch über die Körpersprache einiger Spieler geäußert.

Hackmair selbst hätte ein Vier-Augen-Gespräch bevorzugt: "Lieber Willi Ruttensteiner, vielen Dank für deine konstruktive Kritik. Aber ich hätte mich gefreut, wenn du sie persönlich angebracht hättest."

Zu den Vorwürfen sagte Hackmair: "Das ist keine wissenschaftliche Untersuchung, sondern ein Gefühl. Deswegen sind die Einschätzungen natürlich subjektiv. Im Holland-Spiel hatte ich einfach das Gefühl, dass das Selbstvertrauen bei einigen Spielern nicht da war."

Immerhin: Als bei der Pressekonferenz andere Themen in den Mittelpunkt rückten, besserte sich Ruttensteiners Laune. So meinte er zur Zielsetzung: "Wir wollen von Spiel zu Spiel denken und die Gruppenphase überstehen, alles andere wird man sehen." Die ÖFB-Auswahl sieht Ruttensteiner beinahe in EURO-Form. "Einige sind schon auf Turnier-Niveau, einige, die verletzt waren, sind noch ein bisschen entfernt."

Ein erfolgreiches EM-Abschneiden sollte zumindest an den Rahmenbedingungen im Quartier in Mallemort nicht scheitern. "Wir haben hier Top-Bedingungen", schwärmte Ruttensteiner. Nach seinen Angaben wurde die Grundsatz-Entscheidung, die ÖFB-Zelte im Falle einer erfolgreichen EM-Qualifikation in der 6.500-Einwohner-Gemeinde in der Provence aufzuschlagen, bereits im Jänner 2015 getroffen.

Ruttensteiners Sorgen um den Rasen-Zustand des Trainingsplatzes sind mittlerweile verflogen. "Man kann sagen, unsere Entscheidung, nach Mallemort zu gehen, war eine gute."

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