Nach dem Spiel in Marseille kam es zu Raufereien auf der Tribüne.

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EURO 2016
06/12/2016

UEFA droht England, Russland mit Ausschluss

Das Exekutivkomitee warnt die beiden Verbände nach den Ausschreitungen in Marseille.

Nach den Ausschreitungen von Marseille droht den Fußballverbänden von Russland und England im Wiederholungsfall der Ausschluss von der Europameisterschaft in Frankreich. Beide Verbände wurden am Sonntag von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in dieser Richtung verwarnt, wie das UEFA-Exekutivkomitee mitteilte.

Grundlage ist Artikel 65 der UEFA-Statuten, nach dem das Exekutivkomitee "nach Recht und Billigkeit" entsprechende Strafen verhängen kann. Die Androhung eines EM-Ausschlusses gab es im Jahr 2000 gegen England nach Ausschreitungen in Charleroi/Belgien. Diese mögliche Sanktion ist unabhängig von laufenden Ermittlungen der UEFA-Disziplinarkommission gegen Russland, deren Ergebnis für Dienstag erwartet wird.

Sanktionen werden in Erwägung gezogen

Vor und nach dem 1:1-Unentschieden zwischen England und Russland in Marseille lieferten sich die Anhänger beider Mannschaften grobe Auseinandersetzungen, die in einzelnen Fällen sogar zu schweren Verletzungen führten. Ein Engländer schwebt in Lebensgefahr. Die UEFA reagierte darauf mit der unmissverständlichen Erklärung. Weitere Sanktionen bis zum Ausschluss würden in diesem Fall in Erwägung gezogen.

Davor hatte es mehrtägige Krawalle in Marseille und auch Nizza mit insgesamt mehr als 40 Verletzte gegeben. Die UEFA bezeichnete das Verhalten der "sogenannten Anhänger" als unakzeptabel, dies habe im Fußball keinen Platz. Der Sport müsse geschützt werden. Die UEFA forderte sowohl England als auch Russland auf, an ihre Fans zu appellieren. Diese sollten verantwortlich und respektvoll mit anderen Besuchern umgehen.

Chaotische Szenen nach England - Russland:

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