Bittet um Erfolg: Ukraine-Trainer Michail Fomenko

© APA/AFP/GENYA SAVILOV

EM-Starter, Teil 17
06/02/2016

Die Ukraine und der Spielball der Politik

Die Ukainer hoffen auf sportliche Ablenkung.

Der erste Meister hieß Tawrija Simferopol, das war 1992. Vor 25 Jahren wurde der ukrainische Fußballverband gegründet, ebenso die höchste Spielklasse. Die restlichen 24 Meisterschaften teilten sich Dynamo Kiew (15) und Schachtar Donezk (9).

Die beiden Klubs lagen auch diese Saison voran. Simferopol hingegen spielt in einer anderen Liga. Nicht nur sportlich, sondern auch regional. Nach der Annexion der Krim im März 2014 wollten die dortigen Klubs in der russischen Liga mitspielen. Das untersagte die UEFA, es wurde eine eigene Meisterschaft nur für die Halbinsel geschaffen, die "Crimea Premier League". Wie 1992 heißt der erste Meister der Liga wieder Simferopol, diesmal mit dem Vornamen TSK-Travrijya.

Dem Land machen aber vor allem die kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten des Landes zu schaffen. "In einer solch schweren Zeit, in der unsere Bürger wenig Grund zur Freunde haben, warten alle auf Siege unserer Fußball-Nationalmannschaft", sagte Verbandspräsident Andrij Pawelko.

Auf dem Sprung

Die ukrainische Nationalmannschaft leidet nicht am Fehlen der acht Krim-Klubs. Die Stars kommen ohnehin aus Kiew oder Donezk. Der begehrteste Spieler von Meister Kiew ist Andrij Jarmolenko. Dem 26-jährigen Rechtsaußen sollte nach der EM der Sprung zu einem großen Klub gelingen. Sein kongenialer Partner auf der linken Team-Seite spielt seit Sommer in Spanien: Jewhen Konopljanka wurde kürzlich mit dem FC Sevilla Sieger der Europa League.

Die beiden setzen die Geschichte begnadeter Offensivspieler aus der Ukraine fort, waren in der Qualifikation an mehr als der Hälfte der Toren beteiligt. Sie reihen sich ein hinter stürmenden Größen wie Oleg Blochin oder Andrij Schewtschenko – dem Assistenten von Teamchef Michail Fomenko.

Der 67-Jährige absolvierte 24 Länderspiele für die UdSSR, holte mit Dynamo Kiew drei Mal die sowjetische Meisterschaft. Als Trainer war er nur in der Ukraine oder Russland tätig. Mit einer Ausnahme, 1994 war er schon einmal Teamchef – in Guinea. Ende Dezember 2012 wurde er zum ukrainischen Teamchef ernannt, drei Spiele nach dem Abgang von Oleg Blochin.

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