Sport | Formel-1
02.08.2017

Starker F1-Test von Auer in Budapest

Österreichs Formel-1-Hoffnung legte am zweiten Tag in Budapest eine deutliche Steigerung an den Tag.

Mission erfüllt: Lucas Auer hat seinen zweitägigen Test für Force India abgeschlossen. Am zweiten von zwei Testtagen verbesserte sich Auer bei seiner ersten Formel-1-Ausfahrt deutlich - im Vergleich zum Dienstag steigerte sich Auer um 1,3 Sekunden und klassierte sich zur Mittagspause als zweitbester Rookie hinter Supertalent Lando Norris im McLaren.

Mit einer Rundenzeit von 1:19,242 war Auer als Fünfter zwar knapp 2,1 Sekunden hinter Sebastian Vettel, der zur Pause in Führung lag, hatte aber sein erklärtes Ziel - eine klare Steigerung im Vergleich zum Debüt - definitiv erreicht. Zudem blieb der 22-Jährige wie schon am Dienstag fehlerlos und spulte während seiner zwei Halbtage insgesamt 103 Runden ab. Am Nachmittag übernahm wieder der Russe Nikita Mazepin das Cockpit des pinken Force India.

Kubica und Norris im Fokus

Mann des Tages - für die Fans - war Renault-Testfahrer Robert Kubica. Mehr als sechs Jahre nach seinem schweren Rallye-Unfall kehrte der Pole am Mittwoch in ein aktuelles Formel-1-Auto zurück und spulte am Vormittag die meisten Runden aller Fahrer ab. Seine Zeiten waren dabei durchaus konkurrenzfähig - Kubica klassierte sich als Siebenter und lag nur 2,5 Sekunden hinter Vettel im Ferrari.

Kubica sorgte aber auch für den Aufreger des Tages - bei einer Ausfahrt im RS17 touchierte er beim "Ausparken" aus der Box die Garagenverkleidung und riss das Schild mit dem Konterfei von Stammpilot Nico Hülkenberg herunter. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand, Kubica konnte seinen Test unbehelligt in Angriff nehmen.

Die Überraschung am Mittwoch war der Brite Lando Norris. Der 17-Jährige sicherte sich mit starken Leistungen in der Formel 3 - in seinem Debütjahr liegt er aktuell an zweiter Position in der Gesamtwertung - einen Platz im McLaren-Nachwuchsprogramm und wusste am Mittwoch auch mit starken Zeiten zu beeindrucken: Mit 1:17,894 war Norris auf dem Niveau von Stammfahrer Stoffel Vandoorne im Qualifying am Samstag.