Sauber präsentiert Kooperation mit Alfa Romeo

Sauber Alfa Romeo
Foto: Twitter/Sauber F1 Team Ein älteres Sauber-Modell diente als Präsentations-Objekt.

Ab der Saison 2018 tritt das Schweizer Team unter dem Namen Alfa Romeo Sauber in der Formel 1 an.

Das Schweizer Formel-1-Team Sauber hat am Samstag im Alfa-Romeo-Museum in Arese bei Mailand sein Team für die kommende Saison präsentiert. Neben einem Ausblick auf die neue Farbgebung des Teams, das 2018 als "Alfa Romeo Sauber F1 Team" an der Königsklasse teilnehmen wird, stellte die Truppe aus Hinwil dabei auch die neue Fahrerpaarung vor.

Künftig werden im Sauber-Cockpit der Schwede Marcus Ericsson und der Monegasse Charles Leclerc sitzen. Ericsson bestreitet dann seine vierte Saison mit Sauber - seine fünfte insgesamt in der Formel 1 - während Charles Leclerc als Rookie ins neue Jahr starten wird. Ebenfalls mit an Bord ist der Italiener Antonio Giovinazzi. Sowohl er als auch Leclerc hatten als Ferrari-Nachwuchsfahrer Chancen auf das Renncockpit, Giovinazzi - der die ersten zwei Saisonrennen bei Sauber den verletzten Pascal Wehrlein ersetzte - muss sich nun aber mit der Rolle des Ersatzfahrers begnügen. Sollte Ericsson sich jedoch nicht deutlich steigern, darf der Italiener spätestens 2019 auf ein Vollzeit-Cockpit hoffen.

Drivers Marcus Ericsson, of Sweden, left, and Char… Foto: AP/Luca Bruno Ericsson (li.) und Leclerc präsentierten das neue Design. Für Pascal Wehrlein endet hingegen nach nur zwei Jahren zumindest vorerst seine Formel-1-Laufbahn. Der Deutsche, der mit einem achten und einem zehnten Rang Saubers einzige Punkte in diesem Jahr holen konnte, hat auf das letzte verbliebene Cockpit - jenes bei Williams - nur minimale Chancen. Dort wird wohl Robert Kubica Platz nehmen.

Achterbahnfahrt

Es war ein bewegtes Jahr für das in der Vergangenheit so gebeutelte Sauber-Team - angefangen bei der geplanten Loslösung von Ferrari hin zu einem italienischen Werksteam vergingen nur wenige Monate. Begonnen hatte die Achterbahnfahrt im April mit der Bekanntgabe, dass Sauber ab 2018 statt auf Ferrari- auf Honda-Motoren bauen würde. Dann musste die Teamchefin Monisha Kaltenborn gehen und wurde durch Frederic Vasseur ersetzt. Vor dem Ungarn-GP im Juli ruderte Vasseur dann zurück und gab bekannt, dass der Deal mit Honda geplatzt sei. Stattdessen werde man weiter auf Ferrari-Motoren setzen.

Im Oktober waren erstmals Gerüchte aufgekommen, wonach Fiat-Boss Sergio Marchionne die Marke Alfa Romeo gerne wieder in der Formel 1 sehen würde und dazu eine Kooperation mit Sauber in Betracht ziehe. Nach anfänglichen Dementi wurde mit der Einsetzung von Charles Leclerc als Freitags-Testfahrer bei Sauber rasch absehbar, dass sich die Beziehungen zwischen Ferrari und dem Schweizer Team intensivieren würden. Ende November wurde schließlich bekannt gegeben, dass Alfa Romeo ab 2018 als TItelsponsor bei Sauber einsteigen würde.

(Kurier) Erstellt am
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