Im Geschäft: Mit 85 Jahren lenkt Ecclestone noch immer die Geschicke der Formel 1.

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Sport | Formel-1
09/05/2016

Wolff über Ecclestone: "Alle profitieren vom Imperium"

Der Mercedes-Sportchef schwärmte vom Formel-1-Geschäftsführer.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hob im Zuge des angeblich bevorstehenden Verkaufs der Formel 1 die Verdienste von Bernie Ecclestone hervor. "Er hat ein Imperium aufgebaut. Und wir alle profitieren von diesem Imperium", sagte der Motorsportchef des deutschen Autobauers nach dem Großen Preis von Italien in Monza: "Bernie hat es zu dem gemacht, was es ist."

8,5 Milliarden Euro

Ecclestone hatte am Rande des Europa-Finales dem Fachmagazin auto, motor und sport den Verkauf der Motorsport-Königsklasse bestätigt. Details wurden nicht bekannt, der Kaufpreis soll 8,5 Milliarden US-Dollar betragen. Die erste von zwei Raten soll am Dienstag fällig werden. Käufer soll der 75 Jahre alte Amerikaner John Malone mit seinem Medien- und Kommunikationsunternehmen Liberty Media sein.

"Wenn es einen Investor gibt, der Anteile kaufen will, ist das eine gute Nachricht für die Formel 1", sagte Wolff. Es gebe Dinge, die man vom "amerikanischen Weg" lernen könne.

Der alte Mann

Über die Zukunft von Ecclestone an der Vermarktungsspitze wollte Wolff nicht spekulieren. Ecclestone selbst, der im Oktober 86 Jahre alt wird, äußerte sich in Monza nicht konkret zu seinem weiteren Verbleib im Amt des Formel-1-Geschäftsführers.

Ecclestone vermarktet die Formel 1 seit Ende der 1970er-Jahre, als er die Werbe- und TV-Rechte kaufte. Er hat die Serie zu einem weltumspannenden Event gemacht. In dieser Saison wird die WM erstmals in 21 Rennen entschieden.