Sport | Formel-1
26.03.2017

Melbourne: Vettel triumphiert zum Auftakt

Nach einem sieglosen Jahr 2016 überraschte Ferrari zum Auftakt der neuen Saison.

Die Formel-1-Saison 2017 beginnt mit einer handfesten Überraschung: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel siegt beim Saisonauftakt im australischen Melbourne mit einer souveränen Fahrt vor Polesitter Lewis Hamilton und dessen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas.

Die Entscheidung zugunsten von Vettel fiel dabei an der Box: Mercedes verschätzte sich bei der Strategie und holte den bis dahin führenden Hamilton so zum Reifenwechsel herein, dass dieser hinter den Red Bull von Max Verstappen zurückfiel. Vettel, der nach Hamiltons Boxenstopp die Führung übernommen hatte, konnte nun mit freier Fahrt einen Vorsprung aufbauen, der ihn auch nach dem Reifenwechsel vor Hamilton hielt.

Ferrari für Mercedes unerreichbar

Danach geriet der vierfache Weltmeister nie mehr in Bedrängnis. Hamilton musste sich gar noch gegen seinen Teamkollegen Bottas verteidigen, der nach dem Reifenwechsel den schnelleren Eindruck machte.

Einen enttäuschenden Saisonauftakt erlebte Verstappens Teamkollege Daniel Ricciardo: Bei seinem Heimrennen sah es schon vor dem Start düster für den Australier aus, nachdem er im Qualifying am Samstag verunfallt war. Am Sonntag blieb er auf dem Weg in die Startaufstellung mit einem Sensorproblem liegen. Red Bull schickte ihn zwar nach einer Reparaturpause mit einer Runde Rückstand noch ins Rennen, kurz nach Rennhalbzeit war aber endgültig Feierabend für den zutiefst enttäuschten Lokalmatador.

Zahlreiche Ausfälle

Insgesamt sahen beim Saisonauftakt nur zwölf von zwanzig Piloten die Ziellinie. Beide Haas-Piloten schieden nach technischen Defekten aus, ebenso wie auch Renault-Pilot Jolyon Palmer, der nach einem Bremsdefekt aussteigen musste. Enttäuschend verlief auch das Debüt von Lance Stroll: Der Teenager musste seinen Williams nach einem Ausritt an der Box abstellen.

Erfreulicher gestaltete sich das Debüt von Antonio Giovinazzi: Der Italiener, der überraschend für Pascal Wehrlein im Cockpit des Sauber saß, lieferte ein fehlerfreies Grand-Prix-Debüt ab und sicherte sich im Endklassement den zwölften Rang.