Am Donnerstag wurde in Barcelona künstlich bewässert.

© REUTERS/ALBERT GEA

Formel 1
03/02/2017

Die Lehren aus den ersten Fahrstunden

Vier der acht Testtage sind vorbei. Wer gibt das Tempo vor? Was ist noch zu erwarten?

von Philipp Albrechtsberger

Traditionell weiß keines der Teams so recht, wo es im Vergleich mit den Konkurrenten steht nach den ersten Testkilometern. Auf die dennoch obligatorische Frage antwortete Mercedes-Motorsport Toto Wolff bereits am Dienstag, am erst zweiten Tag der Testreihe in Spanien, mit einem Blick auf den Monitor mit den Rundenzeiten.

"Ganz daneben liegen wir nicht mit unserer Konstruktion", sagte der Wiener. Stets vorne dabei sah er den Silberpfeil auf dem Circuit de Catalunya. Am Mittwoch markierte Mercedes-Neuzugang Valtteri Bottas sogar die schnellste jemals gefahrene Runde auf dem aktuellen Streckenlayout in Montmeló.

Bedenkt man, dass an den ersten Testtagen prinzipiell nie mit voller Motorenleistung gefahren wird, dürfen sich vor dem Auftakt am 26. März in Melbourne die Fans freuen und die Mercedes-Gegner schon wieder ein wenig fürchten. Die neue Formel 1 ist schnell – und Weltmeister Mercedes ist der Schrittmacher. "Die Fahrbarkeit ihres Motors und das Gesamtpaket sind unglaublich", lobte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko.

Zuversicht bei Red Bull

Angst und Bange wird dem Steirer dennoch nicht. "Schauen wir einmal, wie es aussieht, wenn wir mit voller Leistung fahren." Red Bull ist jenes Team, das an den ersten vier Testtagen am höchsten gepokert – und geblufft – hat. "Sie gehen volles Risiko", glaubt Wolff, "in Melbourne wird wohl ein komplett anderer Red Bull am Start stehen."

Im WM-Zweiten des vergangenen Jahres sieht Mercedes insgeheim den härtesten Konkurrenten (Wolff: "Red Bull hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Maßstäbe im Rennwagen-Bau setzen können") – daran ändern auch die mehrfachen Tagesbestzeiten der Ferrari-Piloten und das Experten-Lob für die Konstruktion des roten Renners nur wenig.

Aspirin für Vettel

Voll des Lobes ist Ferrari selbst – für die neue Formel 1 und die dadurch entstandene veränderte Optik der Boliden. "Es macht natürlich mehr Spaß, wenn es schneller wird", sagte Sebastian Vettel, "es ist wie eine Aspirin-Tablette, die alle Probleme mit einem Schlag gelindert hat."

Schlagartig vorbei war es am Donnerstag mit den Bestzeiten: Auf Wunsch von Pirelli wurde die Strecke unter Wasser gesetzt. Es ist die einzige Gelegenheit, um die neuen Regenreifen unter Extrembedingungen zu testen.

Mercedes-Boss Toto Wolff war da längst abgereist. Den Blick auf den Monitor ersparte er sich in jedem Fall.

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