Sport | Formel-1
18.04.2017

Force-India-Boss Mallya in London verhaftet

Der 61-Jährige wird in Indien wegen Betrugs per Haftbefehl gesucht, in England kam er nach wenigen Stunden frei.

Der Formel-1-Teamchef Vijay Mallya ist in London kurzzeitig verhaftet worden. Das bestätigte die Polizei in einer Pressemitteilung. Die britischen Behörden waren demnach auf einen Auslieferungsantrag eines indischen Gerichts hin tätig geworden. Der 61-jährige Inder ist Chef und Eigentürmer des Force-India-Rennstalls. Mittlerweile ist Mallya nach Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß.

Mallya befindet sich bereits seit mehr als einem Jahr in Großbritannien. In seinem Heimatland liegen mehrere Haftbefehle gegen ihn vor. Zuletzt hatte vor gut einer Woche ein Gericht in der Hauptstadt Neu-Delhi einen weiteren Haftbefehl gegen ihn ausgesprochen.

Mallya befindet sich in einem Rechtsstreit mit mehreren Banken in Indien. Der Unternehmer schuldet den Geldinstituten laut deren Angaben mehr als 1,3 Milliarden Euro. Es handelt sich um Kredite und Verzugszinsen für seine Fluggesellschaft Kingfisher, die 2012 wegen Geldproblemen ihren Betrieb eingestellt hatte.

Die indischen Behörden versuchen bereits seit mehr als einem Jahr, Mallya zur Rückkehr nach Indien zu bewegen. Bereits im April 2016 hatte das indische Außenministerium seinen Pass für ungültig erklärt. Weil er jedoch ein gültiges Visum für Großbritannien besitzt, wurde er bisher nicht abgeschoben.