Sport | Formel-1
28.06.2017

Automobil-Weltverband untersucht Vettels Rempler

Konsequenzen sind für den Vierfach-Weltmeister nicht auszuschließen.

Nach seinem Rempler gegen Lewis Hamilton drohen Sebastian Vettel weitere Konsequenzen. Der Automobil-Weltverband (FIA) um Präsident Jean Todt untersucht dem Fachmagazin Auto, Motor und Sport zufolge seinen Ausraster von Aserbaidschan und erwägt eine Vorladung des Ferrari-Stars. Ob es zu einer Verhandlung kommt, soll noch in dieser Woche entschieden werden.

Im äußersten Fall könnte Vettel eine Sperre für ein Formel-1-Rennen drohen. Eine offizielle Stellungnahme der FIA lag zunächst nicht vor.

Für seine Attacke am Kaspischen Meer hatte Vettel drei Strafpunkte im Sündenregister der FIA bekommen. Der Ferrari-Fahrer hat nun insgesamt neun auf seinem Konto. Erhöht sich diese Zahl auf zwölf, wird Vettel automatisch für ein Rennen gesperrt. Nach dem Grand Prix von Österreich am 9. Juli verjähren allerdings zwei seiner Strafpunkte aus der Vorsaison.

Vettels letzte Strafe stammt aus dem Oktober 2016 in Mexiko. Wegen eines verbotenen Bremsmanövers wurde der Deutsche von Platz drei auf Rang fünf zurückversetzt. Nach einem fragwürdigen Manöver von Max Verstappen beschimpfte Vettel jedoch via Boxenfunk sowohl den Red-Bull-Piloten als auch FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Dies rief den Weltverband auf den Plan.

Die FIA ließ damals jedoch Milde walten. Vettel hatte sich nach seinem Ausraster entschuldigt und einsichtig gezeigt. Todt sah daher davon ab, die Causa vor das Sportgericht zu bringen. Zugleich kündigte die FIA jedoch an, künftig bei ähnlichen Fällen disziplinarische Maßnahmen zu ergreifen. Dieser Umstand könnte nun dazu beitragen, dass Vettel zum Rapport muss.