Football-Team sinnt auf Revanche

Das Ziel der österreichischen Footballer:  "Wir wollen das beste europäische Team sein."
Foto: ap

Österreich und Frankreich spielen am Mittwoch um den ersten Sieg bei der Football-WM. Auch bei Hitze in voller Montur.

Bis zu 33 Grad werden heute in Graz erwartet. Ideal, um die Füße in einen Kübel mit Eiswürfel zu stecken, den Nachmittag im Freibad zu verbringen oder im schattigen Gastgarten bei einem kühlen Blonden zu sitzen. Weniger ideal, um mit Rüstung, langer Kleidung und Helm über das in der prallen Sonne liegende Spielfeld der UPC-Arena zu sprinten.

Doch genau das werden die Spieler der Football-Nationalmannschaft Mittwoch um 19 Uhr (live ORF Sport Plus) gegen Frankreich tun. Ein Sieg muss her in der letzten Partie der Gruppe B, um am Samstag in Wien um Platz fünf spielen zu dürfen.

Alex Blagojevic von den Raiffeisen Vikings führte im KURIER-Fotoshooting die Ausrüstung eines Football-Nationalspielers vor. Eine Diskussion mit dem 1,98 Meter großen und 119 Kilogramm schweren Offensive Liner entbrannte um die schwarzen Striche unter den Augen. Blagojevic schwört darauf, dass dadurch die Blendung durch die Sonne deutlich reduziert wird. Andere wiederum behaupten, dass die wilde Kriegsbemalung in erster Linie den Gegner einschüchtern soll.

Egal, Gegner Frankreich wird so oder so genug Respekt vor Österreich haben. Zwar sind beide Mannschaften bei dieser WM noch ohne Sieg, doch Österreich zeigte beim 14:36 gegen Kanada eine deutliche Steigerung gegenüber der Auftakt-Niederlage gegen Japan.

Ehrensache

Um die Medaillen spielen die USA, Mexiko, Kanada und Japan. "Wir wollen das beste europäische Team sein", sagt Receiver Jakob Dieplinger, der gegen Kanada den ersten österreichischen Touchdown bei einer WM gefangen hatte. "Dafür müssen wir aber zuerst Frankreich schlagen."

Bei der EM 2010 in Deutschland hatten sich die Österreicher hinter Deutschland und Frankreich noch mit Bronze begnügen müssen. "Jetzt wollen wir Revanche", sagt Dieplinger.

Wie sehr die Spieler der Partie entgegenfiebern, zeigt Runningback Florian Grein. Der zog sich gegen Kanada einen Bändereinriss im Sprunggelenk zu, will aber unbedingt spielen: "Bei einer WM kommt etwas anderes nicht infrage."

Gerade über die physische Belastung von drei Spielen in fünf Tagen äußerste Headcoach Rick Rhoades Bedenken, denn üblicherweise wird höchstens ein Mal pro Woche gespielt. Rhoades: "Die Physiotherapeuten sind derzeit unsere wertvollsten Mitarbeiter."

(kurier / Florian Plavec) Erstellt am
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