Sport
27.01.2015

"Deflategate" bleibt vor Super Bowl das Dauerthema

Diverse Spekulationen um Manipulationen im Halbfinale trüben die Stimmung vor dem Endspiel.

Eine knappe Woche vor dem Super Bowl klingen die Diskussionen um das sogenannte "Deflategate" nicht ab. Bei der Ankunft der New England Patriots in Phoenix/Arizona am Montag mussten sich die Finalisten von Hunderten Reportern sogleich Fragen zu Manipulationsvorwürfen um zu weiche Bälle gefallen lassen. Mit einer Entscheidung der NFL ist erst nach dem Endspiel am Sonntag zu rechnen.

Nachdem sich die Patriots in den vergangenen Tagen diversen Spekulationen um Manipulationen im Halbfinale gegen die Indianapolis Colts stellen mussten, holte Eigentümer Robert Kraft zum Gegenschlag aus. Mit ernster Miene verteidigte der 73-Jährige vor allem Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady. Beide bestreiten, in die Manipulationen von Footballs in irgendeiner Form involviert zu sein.

"Es stört mich ungemein, dass ihre Reputation und Integrität und damit verbunden auch jene unseres Teams infrage gestellt wird", meinte Kraft. Sollte sich nach den offiziellen Untersuchungen der Liga wie von ihm erwartet keine Beweise gegen die Patriots finden, erwarte er eine Entschuldigung vonseiten der Liga, stellte der Milliardär klar. Chef-Ermittler Ted Wells gab indes an, dass die Ermittlungen noch einige Wochen dauern dürften.

Patriots-Cheftrainer Belichick ließ Fragen zur Causa am Montag unbeantwortet. Seine Konzentration richte sich allein auf die Super Bowl. Spielmacher Brady erklärte gegenüber ESPN, den NFL-Offiziellen für eine Befragung zur Verfügung zu stehen. "Wir werden uns nach dem Spiel damit beschäftigen", betonte der 37-jährige. In Glendale, einem Vorort von Phoenix, trifft der dreifache Champion aus Boston auf die ihren Titel verteidigenden Seattle Seahawks.