Starkes Team: Österreichs Hoffnungen für Rio 2016 und das Triumvirat Schröcksnadel, Klug und Stoss.

© APA/HERBERT NEUBAUER

Olympia-Förderung
09/20/2013

Förderkonzept: Aufbruchstimmung für Rio

Bis 2016 bekommen Österreichs Spitzensportler 20 Millionen Euro

von Peter Karlik

1051 Tage vor den Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro präsentierten Sportminister Gerald Klug und ÖOC-Präsident Karl Stoss das neue Förderkonzept für Österreichs Spitzensport.

Die Nullnummer von London, als 2012 keine Medaille gewonnen wurde, war der Auslöser dieses Projekts. Das Sportministerium stellt bis 2016 20 Millionen Euro nur für die Spitzensportler zur Verfügung. „Weg von der Gießkanne“ sei das Prinzip, sagte Klug. 27 Athleten (17 Damen, zehn Herren) wurden in die Spitzenförderung aufgenommen, zwölf in die Kategorie Paralympics, dazu sieben Teams und 20 Athleten in den Hoffnungskader.

Prominentester Sportler ist Dinko Jukic, dessen Streitereien mit dem Schwimmverband beendet sind und der sich durch diese Förderung professionell auf Rio vorbereiten kann. Sportminister Klug erklärte: „Dort, wo es bei unserer Infrastruktur noch Probleme gibt, werden wir auch längere Auslandsaufenthalte finanzieren.“

ÖOC-Präsident Karl Stoss betont die gute Gesprächskultur mit Minister Klug und dem als Chef-Koordinator eingesetzten ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel: „Neu ist, dass wir nicht mehr nebeneinander, sondern miteinander arbeiten.“ Um „im Wintersportland Österreich nachhaltig eine Sommersportkultur zu entwickeln“, wurde Ski-Präsident Schröcksnadel als Koordinator verpflichtet. Er soll auch Ansprechpartner für die Sportler sein. Nach einigen Gesprächen mit Österreich hoffnungsvollsten Athleten ist der Ski-Experte angetan: „Unser Ziel ist nicht Rio. Unser Ziel sind Medaillen in Rio. Wenn ich die Einstellung der Sportler mitbekomme, dann bin ich mir sicher, dass wir drei bis fünf Medaillen holen werden.“ Und Schröcksnadel kann eines nicht verstehen: „Ungarn, Kroatien und Slowenien holen immer Medaillen und haben weniger Geld als Österreich. Da stimmt was nicht.“

Unbürokratisch

Ruderer Bernhard Sieber verdeutlichte, wie die neue Förderung bereits funktioniert: „Wegen der WM in Südkorea hätten wir monatelang nicht trainieren können, weil wir nur ein Boot hatten und das wochenlang unterwegs war. Da haben wir angesucht – und innerhalb einer Woche ein zweites Boot finanziert bekommen.“

Auch die Beachvolleyballer profitieren bereits: In dieser Saison wurden sie von Physiotherapeuten und Statistikern unterstützt. Bei Doris und Stefanie Schwaiger führte das gleich zu EM-Gold in Klagenfurt. „Und jetzt wollen wir in Rio zuschlagen“, sagte Doris Schwaiger.

Gefördert werden auch Mannschaften, wie Damen- und Herren-Handball-Nationalteam. „Uns hat das Konzept überzeugt, wie bei den Handball-Nationalteams junge Spieler bereits in den Ligen gefördert werden“, sagte Peter Schröcksnadel.

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