Sport
30.03.2012

Flandern-Rundfahrt: Boonen, Cancellara Favoriten

Die 96. Flandern-Rundfahrt am Sonntag weist zwar eine veränderte Streckenführung auf, die Favoriten sind mit Lokalmatador Tom Boonen und dem Schweizer Fabian Cancellara aber dieselben wie im Vorjahr.

Boonen stellte seine Hochform zuletzt mit Siegen beim E3 Preis Harelbeke und Gent-Wevelgem unter Beweis und geht auf seinen dritten Erfolg beim Radsport-Klassiker nach 2005 und 2006 los.

Cancellara war bei Mailand-San Remo und den beiden belgischen Halbklassikern einer der bestimmenden Fahrer und wird nach trotzdem verpassten Siege noch motivierter sein, den Klassiker zum zweiten Mal nach 2010 zu gewinnen. Die Favoritenrolle schiebt er aber Boonen zu. "Ich denke, dass Tom der große Favorit ist. Er und sein Team haben den Druck auf ihren Schulter", meinte der Schweizer. Im Vorjahr hatte sich überraschend Nick Nuyens durchgesetzt, der Belgier gewann vor Sylvain Chavanel (FRA) und dem vierfachen Zeitfahrweltmeister Cancellara.

Der in Brügge startende Klassiker endet diesmal nach 256,9 Kilometern in Oudenaarde und nicht wie in den vergangenen fast 30 Jahren in Meerbeke. Dadurch fällt die gefürchtete, oftmals entscheidende Mauer von Geraardsbergen weg. Leichter haben es die 200 Profis aber keineswegs, denn stattdessen sind mit dem Kwaremont und dem Paterberg in der Schlussphase zwei andere giftige Anstiege gleich dreimal zu bewältigen. Zusätzliche Würze verleihen dem Rennen zehn weitere der gefürchteten kurzen Anstiege und acht Pflastersteinpassagen.

Bernhard Eisel ist auch diesmal der einzige Österreicher im Starterfeld. Mit seinen Sky-Teamkollegen trainierte er am Freitag bereits auf der Strecke. "Meine Form stimmt, auch das Knie macht derzeit keine großen Probleme", versicherte der 31-jährige Steirer. Eisel soll sich als Teamkapitän vor allem um Edvald Boasson Hagen kümmern, der zuletzt mit Platz fünf bei Gent-Wevelgem aufgezeigt hatte. Im Vorjahr hatte der Norweger zwei Tour-de-France-Etappen für sich entschieden.

"Die großen Favoriten sind natürlich Boonen und Cancellara, die gilt es für uns zu schlagen", sagte Eisel. Die Flandern-Rundfahrt, der Eintagesklassiker schlechthin, ist für den Österreicher auch bei seiner zehnten Teilnahme noch immer etwas Besonderes. "Die Atmosphäre neben der Strecke lässt sich wohl nur mit der Formel 1 oder vielleicht dem Nightrace in Schladming vergleichen", meinte Eisel. "Das wird richtig scharf."