Richard Gasquet fordert im Halbfinale Novak Djokovic.

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Wimbledon
07/08/2015

Gasquet nach Fünfsatz-Krimi im Halbfinale

Der Franzose ringt Wawrinka im fünften Satz mit 11:9 nieder. Halbfinal-Hit Federer - Murray.

Die beiden sentimentalen Favoriten stehen sich bereits am Freitag gegenüber. Das heißt, die Briten haben zumindest einen Publikumsliebling im Endspiel. Lokalmatador Andy Murray trifft im Semifinale auf den Rekord-Champ Roger Federer. Beide schafften im Gleichschritt den Sprung unter die besten Vier. Gestoppt wurden beide Superstars nur von kurzen Regenfällen.

Murray feierte mit dem 6:4, 7:5, 6:4-Erfolg gegen Vasek Pospisil aus Kanada seinen 150. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Prinz William, dessen Frau Kate sowie Kickerstar und Unterwäschemodel David Beckham sahen zu, als der 28 Jahre alte Schotte nach 2:13 Stunden seinen zweiten Matchball verwandelte und sich von den begeisterten Zuschauern auf dem Centre Court feiern ließ. „Es wird ganz sicher ein Spektakel“, verspricht Murray mit Blick auf das mit Spannung erwartete Duell mit Federer. 12:11 führt der Schweizer im direkten Vergleich.

Zehnter Streich

Der bald 34-Jährige hatte ebenso keine Probleme. Federer ließ dem Franzosen Gilles Simon bei seinem 6:3, 7:5, 6:2-Erfolg keine Chance. Nach nur 95 Minuten Spielzeit zog der Schweizer zum zehnten Mal in das Halbfinale beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt ein. Ziel seiner Träume ist aber ein zehntes Wimbledon-Endspiel am Sonntag auf dem Centre Court und ein möglicher achter Triumph auf dem berühmten Rasen. So oft hat noch nie jemand das älteste Tennisturnier der Welt gewonnen. Der Amerikaner Pete Sampras und der Brite William Charles Renshaw halten wie Federer bei sieben Siegen – Renshaw gewann seine Titel beim traditionsreichsten Turnier im 19. Jahrhundert.

Novak Djokovic peilt seinen dritten Wimbledon-Titel an. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien schlug den kroatischen US-Open-Champ Marin Cilic 6:4, 6:4 und 6:4.

Sein Gegner ist ein Überraschungsmann. Der Franzose Richard Gasquet, Nummer 20 der Welt, besiegte den Schweizer Stan Wawrinka, die Nummer vier der Welt und French-Open-Champ 6:4, 4:6, 3:6, 6:4 und 11:9. Für den 29-Jährigen war es das zweite Halbfinale in Wimbledon nach 2007. Gasquet schlug im Entscheidungssatz bei 5:3 auf das Match auf, Wawrinka kam aber noch einmal zurück.

„Das muss man erst einmal wegstecken“, sagt der Franzose, der schon einmal (2007) die Nummer sieben der Welt war. Gasquet könnte übrigens als erster Franzose seit 1983 ein Grand-Slam-Turnier gewinnen – damals gewann Yannick Noah die den French Open.

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