Sport
05.12.2011

Federer bei US-Open souverän gestartet

Der Schweizer könnte in Runde drei des Grand-Slam-Turniers auf das erst 18-jährige Talent Bernard Tomic treffen.

Ich habe nie mein bestes Tennis in der ersten Runde gespielt", sagte Roger Federer nach seinem 6:4-6:3-6:2-Auftaktsieg über den Kolumbianer Santiago Giraldo in New York. "Es kommt nur darauf an, durchzukommen."

Das tat der mittlerweile reife 30-jährige Superstar aus der Schweiz - wie meist: Die letzte Erstrundenpleite setzte es für den fünffachen US-Open-Champ 2003 in Paris, als er gegen den Peruaner Luis Horna verlor. Das bislang letzte Mal vor einem Achtelfinale scheiterte Federer ebenso bei den French Open: 2004 unterlag er in Rund e drei dem Brasilianer Gustavo Kuerten.

Seitdem gab es 14 Major-Titel (zwei hatte er zuvor schon in Wimbledon und Melbourne gewonnen), und bis Paris 2010 23 Einzüge in Major-Semifinali in Folge. Seitdem klappt es für den vierfachen Weltsportler des Jahres zumindest immer mit dem Viertelfinale.

Riesentalent Tomic

Dieses Mal könnte es in New York aber schwer werden für den Ausnahmekönner. Nicht in der zweiten Runde, in der der Israeli Dudi Sela wartet, aber in der dritten: Denn dann könnte der Sieger aus der Partie Marin Cilic (Kro) gegen Bernard Tomic der Gegner sein. Vor allem der 18-jährige Australier löst Unbehagen bei den Gegnern aus. Immerhin stand das Riesentalent zuletzt in Wimbledon im Viertelfinale und kann die Großen aufgrund seiner unorthodoxen Spielweise ganz schön ärgern.

Nach seinem Erfolg in Wimbledon gelang dem Sohn kroatischer Eltern, der in Runde eins den Amerikaner Michael Yani 6:3, 6:4, 6:4 schlug, nicht mehr viel: Ein Zweitrundeneinzug in Montreal war das höchste der Gefühle. Aber, wenn es um etwas geht, ist der Teenager groß da. Der Schwede Robin Söderling oder der Russe Nikolai Dawidenko konnten in Wimbledon ein Lied darüber anstimmen, auch US-Open-Favorit Novak Djokovic, der erst in vier Sätzen gewann.

Fan Federer

Der große Roger Federer ist schon vorgewarnt: „Ich bin ein Fan von ihm, er kann ein ganz Großer werden“, sagt Federer über Bernard Tomic. Nachsatz: „Ich hoffe, er beweist das nicht in New York.“

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