Voraberger war über zehn Runden die bessere Boxerin.

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Boxen
10/23/2016

"Golden Baby" trägt wieder Gold

Die Österreicherin sicherte sich den Titel mit einer überlegenen Leistung.

Es war der vielleicht beste Kampf in Eva Vorabergers Karriere. Die 26-jährige Steirerin machte ihre Ankündigung wahr und zeigte über zehn Runden gegen die Amerikanerin Eileen Olszewski, was sie boxerisch gelernt hat. Olszewski kam kaum zu klaren Treffern, während Voraberger immer wieder Kombinationen landen konnte.

Voraberger, die unter dem Kampfnamen "Golden Baby" in den Ring steigt, holte sich in Wien mit einem einstimmigen Punktesieg nach zehn Runden gegen Eileen Olszewski die vakant gewesenen Titel der Verbände IBO, WIBF und GBU im Superfliegengewicht. Voraberger hatte im April einen WM-Kampf gegen die Mexikanerin Esmeralda Moreno verloren, im Hotel Wimberger feierte sie einen klaren Erfolg.

"Sie hat es mir nicht leicht gemacht. Danke an meine Coaches Peter Pospichal und Dominik Junge, die so hart mit mir trainiert haben", erklärte die 51,9 kg leichte Voraberger, die sich für den Kampf gegen die 48-jährige Gegnerin zuletzt in Deutschland vorbereitet hatte.

Vorabergers nächster Schritt ist vorauussichtlich ein Vereinigungskampf gegen die WBC-Weltmeisterin Kika Chavez aus Mexiko. Man werde ein Angebot für einen Kampf in Wien im April oder Mai 2017 unterbreiten, kündigte Pospichal an.

Voraberger war Nummer sieben der Weltrangliste - Olszewski ist die Nummer acht - und wird laut Pospichal an die vierte Stelle vorrücken. Esmeralda Morena waren ihre Titel aberkannt worden, weil sie eine Rückkampf-Verpflichtung mit Voraberger nicht eingehalten hatte. Das Angebot des Teams der Österreicherin für einen Fight um den vakanten Titel war von den beteiligten Verbänden akzeptiert worden.