Sport
05.12.2011

Enttäuschung und Ernüchterung für Rogan

Bei der WM in Schanghai war für die Österreicher in der Vorrunde Endstation. Markus Rogan wurde nur 21.

Markus Rogan kletterte rasch aus dem Becken. In seinem Gesicht standen Enttäuschung und Ernüchterung. Der erste offizielle Auftritt des Wieners bei der Weltmeisterschaft in Schanghai, er fiel gleich einmal ins Wasser. Nur Platz 21, der ambitionierte Ausflug auf die 200-m-Kraulstrecke war bereits nach dem Vorlauf wieder zu Ende.

Rogan hatte sich in diesem Jahr noch einmal neu orientiert. Vor den Olympischen Spielen 2012 in London suchte der 29-Jährige eine neue Herausforderung und kehrte seiner Paradedisziplin Rücken absichtlich den Rücken. "Dort werde ich nimmer Olympiasieger", hatte er im KURIER-Interview verlautbart.

Müdigkeit

In den vergangenen Monaten trainierte Rogan in Los Angeles gezielt für 200 m Kraul, doch in dieser Disziplin trennt den Gewinner von 32 Medaillen noch einiges von der Weltklasse. Da nützte es auch nichts, dass Markus Rogan in Schanghai in 1:48,82 eine neue persönliche Bestzeit über 200 Meter Kraul aufstellte.

Auf den Semifinalplatz, den der Österreicher anvisiert hatte, fehlten ihm am Ende vier Zehntelsekunden. "Ich habe mich am Anfang gut gefühlt, mir dann aber ein bisschen schwer getan", erklärte Rogan nach dem Rennen. Die fehlende Erfahrung war schuld an dem verpassten Ziel. "Meine Kraultechnik ist noch nicht so weit. Wenn ich müde werde, fällt sie auseinander."

Trotzdem sieht Rogan seine Mission nicht als gescheitert. Das Kraul-Experiment hat Zukunft. Denn im letzten halben Jahr hat er schon einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht. Eine Leistungs-Entwicklung, die ihm am Mittwoch auch auf seiner Hauptstrecke, den 200 Meter Lagen, zugute kommen sollte.

Scheitern

Nach dem vorzeitigen Aus von Rogan warten die österreichischen Schwimmer immer noch auf ein Erfolgserlebnis und einen Aufstieg in die nächste Runde. 14-mal scheiterten die Österreicher in Schanghai bislang in der Vorrunde. Ein Schicksal, das auch Nina Dittrich über 1500 m Kraul ereilte.

Dittrich hatte sich in der Anfangsphase ihres Vorlaufs noch recht gut gehalten, verlor dann aber sukzessive an Terrain. 16:37,25 Minuten reichten im 26-köpfigen Feld ebenfalls lediglich zu Rang 21. "So bei 800 m bin ich eingebrochen, da wurden die Beine schwer", erläuterte die 20-Jährige. "Dabei habe ich super reingefunden, habe mich vorher auch gut gefühlt." Ihr Ziel einer Zeit unter 16:20 war allerdings nie in Griffweite.

Noch vor einem Jahr in Budapest hatte Dittrich mit ihrem aktuellen OSV-Rekord von 16:23,63 Minuten EM-Rang sechs belegt, jetzt hofft sie auf ein besseres Abschneiden über 800 Meter.

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