Sport
23.01.2012

Ein kleiner Junge schwärmt vom Eiskunstlauf

Traum oder Trauma? - Eine Fantasiegeschichte zum Abschluss der Olympischen Jugend-Winterspiele

Spaß ist ein wichtiger Aspekt bei unserer Arbeit als Samsung Mobile Explorer – es geht ja darum, die Begeisterung für die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele in die Welt hinauszutragen. Dementsprechend hier ein Artikel von mir, der definitiv unter "not serious" einzuordnen ist. Er erzählt eine Geschichte über die Liebe eines Burschen zu einem für Männer untypischen Sport, die durch modische Fragen auf eine harte Probe gestellt wird...

Tränen kullerten als nicht enden wollendes Rinnsal meine zartrosa überhauchten Wangen hinab. Ich hatte es gewagt, mich – wie von meinem Therapeuten gefordert – meinen tiefsten Ängsten zu stellen. In meiner Funktion als Samsung Mobile Explorer nutzte ich die Gelegenheit und machte einen Besuch in der Eishalle. Ein Schritt, dessen Überwindung mich meiner letzten inneren Kraftreserven beraubte. Ein Schritt, der mich zurück in die Vergangenheit versetzte.

Jedes Mädchen und jeder Bursche hat zumeist einen Traumberuf vor Augen. In meiner Klasse wollte eine Vielzahl der Mädchen Krankenschwester oder Lehrerin werden, die Knaben verfolgten meist das "realistische" Ziel des Fußballstars. Eine solch am Leben orientierte Zielsetzung entsprach jedoch nie meinem Naturell. Ich hatte ganz andere, viel höher strebende Vorstellungen von meinem zukünftigen Berufsleben: Ich wollte Eiskunstläufer werden! Ein Traum, dessen Erfüllung mir jedoch nie vergönnt werden würde. Glücklicherweise war mir dies damals nicht bewusst, es hätte einem kleinen Jungen das Herz gebrochen. Doch der Reihe nach.

Alles begann 1994. Wie jeder andere 6-jährige Junge war ich im Sommer begeisterter Fußballer, im Winter trug meine Leidenschaft den Namen Eishockey. Ich befand mich gerade während einer Schulstunde mit meiner damaligen Klasse auf dem Eis, als etwas geschah, das mein Leben verändern sollte. Die Filmmusik von "Legend of the fall" (der Kölner Stadt-Anzeiger titulierte den Film schlicht als "peinlich") durchrieselte leise die Eishalle. Ich war gerade wie so oft im Besitz des Pucks und spürte sofort, dass meine Beine mir nicht mehr gehorchten. Wie von Geisterhand gesteuert fing ich an, zur Musik zu tanzen. Ohne dass ich mir meiner Bewegungen wirklich bewusst war, gelang ich durch Druckverlagerung auf die Innenkante der Schiene und sprang rückwärts ab, vollführte in der Luft eine 360-Grad-Rotation und landete mit meinen gewetzten, scharfkantigen Kufen samtweich auf dem stahlharten Eis. Das war der Beginn einer Liebesgeschichte.

In den kommenden Tagen
, Wochen und Jahren weihte mich mein kurzfristig angeheuerter, russischer Eiskunstlehrer, Dimitrij Smirnov, unter anderem mithilfe seines Lieblingsbuches des Franzosen Jean Garcin – "Le vrai patineur ou les principes sur l`art de patiner avec grâce" – in die bekannten, aber auch unbekannten Geheimnisse des Eiskunstlaufens ein. So erfuhr ich auch den Namen meines jungfräulichen Sprunges: Salchow. Ob Axel, Lutz, Rittberger oder Flip – schon nach wenigen Jahren intensiven Trainings konnte ich sie alle dreifach. Als ich Jubiläum feierte, sprich mein zehntes Lebensjahr vollendete, war es endlich soweit. Der erste Wettkampf meiner noch jungen Karriere stand vor der Tür.

Kurz vor dem großen Tag kam es jedoch zum apokalyptischen Zerwürfnis: Das Kostüm – die Bezeichnung "Kleid" würde besser zu diesem abscheulichen Ding passen, das ich anziehen sollte – funkelte! Natürlich war mir auch schon aufgefallen, dass Eiskunstläufer, ob Mann oder Frau, meist in funkelnden Kleidern über das Eis hüpfen, aber dass es beinahe eine Vorraussetzung ist, war mir bis zu diesem Moment nicht bewusst. Mein Trainer stellte mich vor die Wahl: Entweder schlüpfte ich sofort in das unzweckmäßig strammsitzende, gold und silbrig funkelnde Kleid oder ich musste dem Eiskunstlauf auf ewig abschwören. Ein schwarzer Tag für das Eiskunstlaufen. Ein großer Sport hätte noch größer werden können…
Fabio Vonarburg, Mobile Explorer aus der Schweiz

Trommelworkshop mit Yoggl und Länderreisen in Innsbruck

Mehr als nur Sport – Das Kulturprogramm bei den 1. Olympischen Jugend-Winterspielen

Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 gibt es auch abseits des Sports jede Menge zu erleben. Daher machte ich mich heute in meiner Funktion als Samsung Mobile Explorer auf den Weg zum CEP (Culture & Education Programme) im Congress Innsbruck. Auf mehreren Ebenen werden hier verschiedene Themen präsentiert, Spiele durchgeführt und Workshops abgehalten – meine Highlights gibt es hier.

Trommel-Workshop mit Maskottchen

Tanzen, Foto-Shootings oder Schuhplattln – das "Arts Project"  macht’s möglich. Ich folgte den rhythmischen Klängen und landete so beim Trommel-Workshop. Auf einer großen Bühne studierten rund 30 Teilnehmer_innen eine "Trommel-Choreographie" ein, unterstützt wurden sie dabei von 2 Profis. Auch das Maskottchen Yoggl ließ sich die Chance nicht nehmen und trommelte drauf los, sehr zur Freude der jungen Gäste im Saal.

Körbe werfen in Litauen, Papierfalten in Japan

Nach der Vorführung ging es wieder ein Stockwerk tiefer zur "World Mile", wo Tiroler Schulklassen gemeinsam mit Partnerklassen aus dem Ausland fremde Länder präsentieren. Einige Länder-Stationen laden auch zum Mitmachen ein: Zum Beispiel kann man in Litauen Körbe werfen, Tore schießen ist in den Niederlanden möglich, oder man erlernt die hohe Kunst des Papierfaltens aus Japan.

UNICEF-Stand klärt über Kinderrechte auf

Nach meinem Rundgang wurde ich noch auf den bunt gestalteten UNICEF-Stand aufmerksam. Dort werden die Besucherinnen und Besucher über Kinderrechte (z.B. auf Gleichheit, Gesundheit, Bildung, Spiel und Freizeit etc.) sowie die Tätigkeiten von dieser Teilorganisation der Vereinten Nationen informiert. Besonderes Highlight bei meinem Besuch war "UNICEF Activity", bei dem spielerisch auf verwandte Begriffe – wie Gleichberechtigung, Sanitäranlagen, Moskitonetz - hingewiesen wurde.

Das waren nur einige ausgewählte Stationen, theoretisch hätte ich noch einige Stunden im Congress Innsbruck verbringen können – aber eines ist klar: Das Kultur- und Bildungsprogramm muss sich nicht hinter dem sportlichen Programm der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele verstecken!

Chris Metzker, SME aus Österreich

Gold für das österreichische Team!

Mit " Role Model" Mirna Jukic bei der Siegesfeier bei den Jugend-Olympischen Winterspielen

Siegerehrungen, insbesondere Olympische Medaillenverleihungen, sind immer ein erhabener Moment – allen voran für die Athlet_innen selbst. Aber auch im Publikum stellt sich eine besondere Atmosphäre ein: Die Aufmerksamkeit ist auf die Gewinner_innen gerichtet und für einen Moment scheint es, als stünde die Zeit still. Bei teilweise 10 Grad unter Null und weniger ist das geneigte Publikum dann aber auch froh, von der "Medals Plaza" ins Warme zu kommen.
Das österreichische Team traf sich zur Ehrung seiner jungen Sportler_innen im wohltemperierten Kaufhaus Tyrol. Auch die Mobile Explorer ließen sich die Feierlichkeiten nicht entgehen und trafen dort auf "Role Model" Mirna Jukic, die den jungen Sportlerinnen und Sportlern als Ansprechperson und Vorbild zur Seite steht. Mit ihrer Olympischen Erfahrung (Bronze-Medaille über 100 m Brust in Peking 2008) und ihrer positiven, freundlichen und sympathischen Art stellt sie definitiv das dar, was man sich unter einem Vorbild vorstellt. "Seit ich mich 2010 offiziell vom Schwimmsport verabschiedet habe, kann ich mich meiner Rolle als Betreuerin für die jungen Sportler voll und ganz widmen. Das macht mir große Freude." Nach ihrer Einschätzung für den weiteren Verlauf der Spiele gefragt, räumt sie vor allem den "Mädels im Eishockey und unseren Starterinnen und Startern im Ski Alpin" große Chancen ein.
Die österreichische Medaillenliste führt derzeit Marco Schwarz aus Kärnten mit 3 Goldmedaillen an (Super G, Teambewerb und Riesenslalom), der sich – neben vielen anderen - als nächste große Hoffnung für den österreichischen Ski-Sport herauskristallisiert.
Die Tirolerinnen Miriam-Stefanie Kastlunger (Rodeln) und Elisabeth Gram (Freestyle Skiing) können auf jeweils eine goldene und bronzene Medaille verweisen. Miriam, durch eine Kehlkopfentzündung stimmlich eingeschränkt, freut sich im Interview über ihren Einzel- und Teamerfolg: "Das ist eine der besten Erfahrungen, die ich jemals gemacht habe. Ich freue mich auf die nächsten Herausforderungen."

Peter Mennel, der Generalsekretär des IOC, betonte bei seiner Rede das "sehr positive Feedback" und den "disziplinierten Verlauf". Die Medaillengewinner_innen bekamen im Rahmen der Feierlichkeiten von Peter Mennel jeweils einen Scheck über 1000 Euro für Training und Weiterbildung überreicht.

Simon Roth, SME aus Österreich

"Frischer Wille" heizte musikalisch ein

Band aus Schweden mit breitem Mix beim Konzert auf dem Medaillenplatz
Aufwärmprogramm auf die schwedische Art - Friska Viljor rockten die Medals Plaza
Schweden ist schon ein beachtliches Land. Weltberühmt nicht nur aufgrund genialer Firmenkonzepte für Möbelhäuser oder Modeketten, sondern vor allem auch wegen der unglaublichen Band-Landschaft. Einwohnermäßig ist das Land nicht viel größer als Österreich. Aber was fällt einem zu Österreich ein? Schnitzel. Mozart. Und vielleicht noch Falco - alles wunderbare Dinge! Aber die Liste großartiger schwedischer Musik nimmt sich im Vergleich zur heimischen schier unendlich aus.

Kleines Land, große Bands
Ich will gar nicht mit Abba beginnen, denn es reicht schon, Bands des letzten Jahrzehnts aufzuzählen: Namen wie The Hives, Mando Diao, The Cardigans, Shout Out Louds, The Soundtrack Of Our Lives oder Moneybrother (nur ein kurzer Querschnitt) bilden nach Großbritannien mit Abstand die größte (und beste) Band-Szene Europas. So. Und was hat das jetzt mit Innsbruck und meiner Tätigkeit als Samsung Mobile Explorer zu tun? Mittwoch Abend habe ich mich todmüde zur Medals Plaza geschleppt und dem Konzert einer großartigen schwedischen Gruppe beim Music Festival beigewohnt: Friska Viljor, was so viel wie "frischer Wille" bedeutet - und den haben die jungen Herren allemal. In den letzten 6 Jahren haben sie einen Sound entwickelt, der Indierock, Folk und Kinderlieder äußerst erfrischend kombiniert.

"Wie gerne würd` ich jetzt in Schweden sein, weil jeder Schwede lacht und singt"
Was schon die Ärzte besingen, ist durchaus wahr. Es wird wohl niemand überrascht sein, dass schwedische Kinder bis 14 Jahre gratis Musikunterricht erhalten. Außerdem haben sie viel einfacher Zugang zu Proberäumen und Studios. Beinahe alle in Schweden singen oder spielen ein Instrument. Ich war noch nie in einem Land, in dem die Menschen durch die Bank so musikalisch sind. Das hat nun aber nichts damit zu tun, dass wir grundsätzlich unmusikalischer wären, sondern ist natürlich auf die schwedische Gesellschaft und die Förderung durch den Staat zurückzuführen – die es bei uns nicht gibt.

"Are you happy now?", fragte die Band das Publikum, nachdem sie ein sehr überzeugendes Programm präsentiert hatte. Und obwohl ich aufgrund von Erfrierungs-Erscheinungen am Ende des Konzertes schon ernsthaft mit dem Gedanken spielte, mir Glühwein in die Schuhe zu gießen, musste ich die Frage des Sängers Joakim Sveningsson, ob ich nun glücklich sei, mit einem lauten "Ja!" beantworten. Das trifft es wohl am besten: Friska Viljor schaffen es, vielseitige Musik zu machen, die glücklich macht.
Lukas Watzl, Mobile Explorer aus Österreich

Mission 2.0: Schnitzljagd nach versteckten Schätze Innsbrucks

Der Austragungsort der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele birgt zahlreiche Schätze. Auf einer Schnitzeljagd durch Innsbruck, bei der wir fünf kreative Aufgaben mit unseren Smartphones lösen mussten, machten wir uns auf die Suche danach.
Nachdem wir in den letzten Tagen schon viele spannende Sport-Bewerbe gesehen hatten, bekamen wir die Chance, Innsbruck von einer anderen – für mich neuen – Seite kennenzulernen. Dazu wurden alle zwanzig Mobile Explorer – aufgeteilt in drei Gruppen – auf eine Mission 2.0 geschickt. Via SMS erhielten wir fünf Aufgaben, die wir mit einem originellen Foto oder Video lösen mussten.
Egal ob "Olympische Geschichte", "Old meets new", "Technologie trifft auf Kunst", "Hotspot für Jugendliche" oder "Fashion in Innsbruck" – alle fünf Missions forderten unsere Kreativität heraus – und mit jeder Aufgabe wurde uns die Stadt Innsbruck ein Stück näher gebracht.


Olympische Geschichte Innsbrucks: Nicht nur für Sportler faszinierend

Ein Highlight für mich war das Aufspüren der Olympischen Geschichte Innsbrucks, mit der ich als Engländer vor der Schnitzeljagd 2.0 noch nicht besonders vertraut war. Schnell waren wir uns in der Gruppe einig, dass es dafür nur einen Ort geben konnte: das Olympische Museum. Informationen zu den Olympischen Winterspielen, die hier bereits ausgetragen wurden, sowie die Gewinner jeder sportlichen Disziplin und die Ergebnisse der verschiedenen Nationen sind hier verewigt.
Als begeisterter Schwimmer war ich vor allem davon gefesselt, was Athleten mit viel Ehrgeiz und Engagement alles erreichen konnten. Eine wahre Inspiration! Die Fotos von jubelnden Athlet_innen und sportlichen Spitzenleistungen gaben mir einen riesigen Motivationsschub. Nun steht für mich noch mehr fest: Ich will das in meiner eigenen Disziplin auch mal erreichen!

An Ästhetik nicht zu überbieten - Model-Posen für den Etappensieg

Auch bei allen anderen Aufgaben konnten wir unsere Kreativität unter Beweis stellen. Für das Thema "Fashion" haben wir eine Innsbrucker Boutique mit Modeplakaten gefunden. Obwohl der Frauenanteil in unserer Gruppe eher überschaubar war und die zu imitierenden Posen in erster Linie der weiblichen Ästhetik schmeichelten, haben wir uns dazu entschlossen, die Models und Mannequins zu imitieren, um die Aufgabe bestmöglich zu lösen. Wir waren uns sicher: Unsere hochprofessionellen Posen müssen die Jury einfach überzeugen.
Am Ende des Tages waren sich alle "Explorer" einig – besser hätten wir die zahlreichen unterschiedlichen Facetten Innsbrucks nicht kennenlernen können.
Dan Woodward, Samsung Mobile Explorer aus UK

Biathlon: Spektakuläre Momente in der Seefeld Arena

Als leidenschaftlicher Biathlon-Fan stand es für mich außer Zweifel: Die ersten Bewerbe der Skijäger bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 mussten live gesehen werden – quasi Pflichtprogramm. Also auf zur Olympiaworld und rein in den Shuttlebus zur Seefeld Arena, dem Schauplatz der nordischen Bewerbe.
Vierzig Minuten später angekommen blieb für meine Kollegen Lukas Watzl, Severin Rosenberger und mich noch genug Zeit, um vor dem Start des Damensprints erst einmal das Gelände zu inspizieren und die besten Plätze für das Rennen auszukundschaften. Zu unserem Pech stellten sich Biathlonfans aber nicht nur als leidenschaftlich, sondern darüber hinaus auch als überpünktlich heraus – gegenüber des Schießstandes war kein Platz mit freier Sicht auf das Geschehen mehr zu ergattern.
Spektakuläre Szenen
Aber auch kein Problem, so musste eben die Haarnadelkurve vor der Start-Ziel-Geraden als Standplatz herhalten. Dieser Platz erwies sich während des Rennens sogar als ausgesprochener Glücksfall, da dieses Nadelöhr am Ende der langen Abfahrt ins Stadion ein Garant für spektakuläre Szenen ist. Leider wurden die Ambitionen des einen oder anderen Athleten dort durch Stürze auch abrupt gebremst, ernsthaft verletzt hat sich aber glücklicherweise niemand.
Verletzungsgefahr
In einem interessanten Gespräch mit einem bayrischen Fan, der in seiner Jugend selbst Biathlet im deutschen Nachwuchskader war, stellte sich heraus, dass Biathlon aber auch seinen Tribut fordern kann. Michi, so sein Name, beendete seine Skijäger-Karriere, als er miterlebte, wie eine seiner Teamkolleginnen ihre aktive Laufbahn aufgrund schwerster Knieverletzungen beenden musste.
Gott sei Dank ist das aber nicht die Regel und so werden sich Magdalena Neuner, Dominik Landertinger und Co. bald warm anziehen müssen. Leistungsmäßig ist der Nachwuchs – zumindest für den Laien – von den großen Stars nämlich kaum zu unterscheiden.
Andreas Puschautz, SME aus Österreich

Angstschweiß und Albträume/Freestyle Snowboard-Workshop für junge Berichterstatter_innen bei den Youth Olympic Games in Tirol

Eine schlaflose Nacht mit Albträumen liegt hinter mir... der Wecker reißt mich zum Glück aus dem Schlaf. Doch, nein – ich habe es nicht geträumt! Heute findet  tatsächlich der Freestyle Workshop für die Samsung Mobile Explorer (SME) in Kühtai statt. Kalter Schweiß liegt auf meiner Stirn und meine Knie beginnen zu zittern.

Es gibt kein Zurück mehr.  Der Bus wartet. Zusammen mit zwei anderen SME  geht`s hinauf zum Workshop. Oben angekommen werden wir von verschiedenen Snowboard-  und Skiprofis wie beispielsweise Top-Boarder Steve Gruber (siehe Bild)  in Empfang genommen, die heute unsere "Lehrer” sein werden. Dies trägt nur wenig zu meiner Beruhigung bei.  Doch ehe ich mir noch mehr den Kopf zerbrechen kann und mir Bilder ausmale, auf denen mein  Körper durch  die Luft fliegt und ich nur mehr hilflos in alle Himmelsrichtungen mit den Armen fuchtle, stehe ich bereits auf der Piste und schaue den Berg hinunter.

Runter kommt man ja immer - die Frage ist nur wie.  Ab geht es auf die Buckelpiste, am linken und am rechten Rand  – nur sehr selten wirklich auf dem vorgesehenen Weg. Über jede Erhebung und jeden noch so kleinen Hügel werden Sprünge, Verrenkungen und alle möglichen Tricks gemacht  – leider nur von den Profis in der Gruppe mit sanfter Landung. Sieht aus wie ein Klacks! Doch dann folgen die zwar mutigen, aber eben noch nicht professionellen Snowboarder der Gruppe: Da  wird man wieder daran erinnert, dass hinter den Sprüngen viel, viel Übung steckt. Fehler beim Freestyle Snowboarden drücken sich dann eben meist in blauen Flecken aus.

Meine Alpträume kommen mir wieder in den Sinn und so entscheide ich mich lieber doch dafür,  ganz brav die Piste hinunter zu fahren und den anderen nur zuzusehen. So oder so: Es war ein wahrhaft wunderbarer Snowboardtag in Kühtai – und ganz ohne Brüche! Als Belohnung – das scheint hier oben Brauch zu sein – gab es ein "Schnapserl"  beim Zurückbringen der gemieteten Boards. Da waren dann wirklich alle mit dabei, die Angsthasen genauso wie die Draufgänger/innen!
Selina  Haeny, SME aus der Schweiz

Bună ziua! Sälemetsis be! Salam

Mag sein, dass sie mit ihrem spontanen Sch… kurzfristig berühmter geworden ist als mit ihrer Stunden später erzielten sportlichen Leistung. Christina Ager hatte beim aufsagen des Olympischen Eides bei der Eröffnungsfeier der ersten Olympischen Jugend-Winterspiele einen kurzfristigen Hänger. Spontan entfuhr ihr das Fäkalien-Wort. Am Samstag holte sie im Super-G die Bronzemedaille.
Bei den Burschen spielte sich in der selben Disziplin absolut Sensationelles ab: Gold holte sich Adma Lamhamedi für Marokko. Der in Kanada aufgewachsene Skifahrer startete fürs Heimatland seines Vaters. Bronze ging an den Anorraner Juan Verdu Sanchez.
Jung sind aber nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Jugend-Spiele werden auch von jungen Reporterinnen und Reportern begleitet, die multimedial berichten. Einige tun dies für den Online-Kinder-KURIER. Hier der erste Bericht – von Fabio Vonarburg aus der Schweiz, der gleich die Vielfalt und Buntheit der YOG beschreibt, die diese der Tiroler Hauptstadt verleihen:

Viele verschiedene Länder bei den YOG bringen Farbe nach Innsbruck

Schlenderst du durch die Gassen von Innsbruck, siehst du sie mittlerweile an jeder Ecke. Athletinnen und Athleten der Winter Youth Olympic Games (YOG) und ihre umfangreiche Betreuerschar bevölkern Tirols Hauptstadt und machen die Stadt bunter. Die meisten von ihnen sind nicht erst zur Eröffnungszeremonie der Spiele angereist, sondern weilen schon seit einigen Tagen in der Stadt.
Sie seien am Mittwoch angereist, erzählte ein Staffmitglied des Teams aus Rumänien und schenkte mir spontan eine ihrer Olympischen Anstecknadeln. Kaum erhalten, zierte sie bereits meinen Pullover. Das Risiko, plötzlich auf Rumänisch angesprochen zu werden, nehme ich gerne in Kauf. Auch das Olympiateam aus Kasachstan reiste früher an. Fünf Tage vor der Eröffnung der YOG erreichten die 37 Athletinnen und Athleten Innsbruck.
Für die beiden deutschen Eisschnellläufer Niklas Kamphausen und Kenneth Stargardt zählt nicht nur der Wettkampf, sondern auch "das Dabei sein" nimmt bei ihnen einen großen Stellenwert ein. "Spaß haben, neue Leute kennen lernen und viele Punkte bei den Workshops sammeln", fasst Kenneth Stargardt das Ziel der kommenden Tage zusammen.
Da für die beiden deutschen Sportler bereits am nächsten Tag der erste Wettkampf auf dem Programm stand, konnten sie nicht bis in die frühen Morgenstunden die Eröffnung feiern. Denn obwohl es bei den Winter Jugend-Olympischen-Spielen nicht nur um den Sport geht, eine seriöse Vorbereitung auf einen Wettkampf bleibt unerlässlich.
Fabio Vonarburg, 23, Schweiz

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