Sport 05.12.2011

Ein Hänfling bei der Football-WM

Immer mehr Footballer greifen in ihrer Freizeit zum Joint, ein US-Teamspieler sorgt für den ersten Dopingfall der WM.

Seit den 1970er-Jahren ist American Football in den USA Volkssport Nummer eins. In den letzten Jahren scheint unter den Spielern der besten Liga der Welt aber noch eine andere Beschäftigung zum Volkssport erklärt worden zu sein: der Konsum von Marihuana. Laut einem Artikel der US-Zeitschrift Sports Illustrated zeigen sich die Coaches der NFL besorgt über die steigende Anzahl der Spieler (rund ein Drittel), die dem Cannabiskonsum nicht abgeneigt zu sein scheinen.

Positiv aufgefallen ist auch US-Teamspieler Demetrius Eaton, der bei der vierten WM im American Football für den ersten Dopingfall sorgte: Der 27-Jährige, der noch am Freitag beim 61:0-Sieg gegen Australien aufgelaufen war, wurde vom Weltverband IFAF vor dem zweiten Spiel am Sonntag (48:7 gegen Deutschland) vorläufig suspendiert.

Der Legionär von Basel Mean Machine wurde im April positiv auf Tetrahydrocannabinol getestet - das ist der Hauptwirkstoff der Hanfpflanze. In der Schweiz ist Demetrius Eaton bereits seit dem 28. Juni suspendiert, doch die eidgenössischen Dopingbekämpfer gaben diese Information offensichtlich weder an den amerikanischen noch an den Weltverband weiter.

Verwundert

Basel Mean Machine war entsprechend verwundert, dass ihr US-Linebacker im ersten Spiel eingesetzt wurde und informierte die WM-Organisatoren; Eaton wurde daraufhin auch vom US-Verband suspendiert.

Auch ohne den Übeltäter zog Weltmeister USA mit einem 17:7 im letzten Gruppenspiel gegen Mexiko ins Finale ein. Deutschland setzte sich am Dienstag mit 30:20 gegen Australien durch und spielt damit am Freitag um Platz fünf.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011