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Sport
05/05/2012

Ein blaues Sandplatz-Wunder in Madrid

Die Spieler-Reaktionen auf die ungewohnte Unterlage sind gemischt. Jürgen Melzer missfällt sein Gegner.

von Harald Ottawa

Da erlebten die Stars ihr blaues Wunder: Der Sandplatz in Madrid, auf dem ab Sonntag beim Masters-1000-Turnier  serviert wird, erntet Köpfschütteln. Blauer Sand. Wo gibt’s so etwas? Bald wird auf violettem Rasen oder gelbem Hallenplatz gespielt.

Egal. Die Stars  nehmen es zur Kenntnis. Gemurrt wird trotzdem. "Den Spielern bringt es nichts, dem Tennis auch nicht. Nur einer gewinnt: der Besitzer des Turniers", sagte Lokalmatador Rafael Nadal  mit Blick auf den Tennis-Unternehmer Ion Tiriac. Auch Roger Federer stimmte Nadal zu. "Das ist unsinnig", sprach der Schweizer.

Egal. Der 16-fache Grand-Slam-Sieger schlägt ebenso in Madrid auf wie Nadal und Novak Djokovic, die Nummer eins der Welt. Von den Topstars fehlt nur der US-Mann Mardy Fish, der  derzeit unter  Ermüdungserscheinungen leidet. Laut Informationen aus dem Spielerumfeld hat der 30-Jährige, derzeit die  Nummer neun der Welt, wie der Schwede Robin Söderling das  Pfeiffersche Drüsenfieber.

Rückkehr

Jürgen Melzer ist gesund und nach seinem Bänderriss im Knöchel einigermaßen wiedergenesen. "Er hat noch Schmerzen, aber sonst ist alles ok", sagt Physiotherapeut Jan Velthuis. Melzer selbst ist glücklich, dass er wieder dabei ist. "Ich bin froh, dass ich trainieren konnte."

Das Ziel für die nächsten beiden Wochen, vor den French Open spielt Melzer noch in Rom, ist klar: "Jürgen muss in Hinblick auf Paris vollkommen fit werden", sagt Manager Ronnie Leitgeb, der seinen Schützling zu den Turnieren in  Madrid und Rom eine Woche später nicht begleiten wird.

Mit dem blauen Sand hat  sich Österreichs Nummer eins auch schon ein bisserl vertraut gemacht. "Der Sandplatz ist etwas schneller als andere." Auch seinen Gegner  kennt er schon. Und dieser bereitet gemischte Gefühle. "Er ist absolut kein Traumlos", sagt Leitgeb. Er meint Feliciano Lopez, der bestens in Form ist und am Samstag in München seine Halbfinalpartie gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber absolvierte. Andererseits hat Melzer den Spanier, derzeit Nummer 16 der Welt, in sechs Begegnungen vier Mal besiegt. Zuletzt 2010 auf dem Rasen in Wimbledon.

Rückblende

Zu verlieren hat Melzer nicht viel. Im Vorjahr unterlag  er nach einem Freilos in Runde eins dem Lokalmatador Daniel Gimeno-Traver. Ein Jahr zuvor stand der heute 30-Jährige im Viertelfinale und verlor dort wie zuletzt im  Daviscup gegen Nicolas Almagro.

Ein Comeback nach einem doppelten Bänderriss im Knöchel feiert ab Montag  Andreas Haider-Maurer. Der 25-jährige Waldviertler wird beim Challenger in Prag erstmals vom Niederösterreicher  Werner Eschauer betreut. "Eschauer ist der richtige Coach für ihn, er kennt die Spieler alle noch aus seiner Profizeit", sagt sein Manager Bernd Haberleitner.

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