Sport
25.07.2017

Doppler und Horst stellen die Favoriten der WM in Wien vor

Am Freitag startet das Turnier auf der Donauinsel. Die Stars im Überblick.

Clemens Doppler und Alexander Horst trainierten am Montag erstmals auf der Wiener Donauinsel. Bei dem am Freitag beginnenden Turnier haben sie ein großes Ziel: "Natürlich die Medaille."

Auf dem Weg dorthin müssen sie einige wirklich starke Teams besiegen. Im KURIER stellen die beiden Österreicher die Favoriten vor. Doppler: "Geschlagen haben wir sie schon alle."

Alison/Brunosind die Top-Favoriten des Turniers. "Sie gilt es zu schlagen, sie sind Weltmeister und Olympiasieger. Bei Olympia in Rio wurden sie nur von uns besiegt. Alison ist der wahrscheinlich beste Blockspieler, Bruno der wahrscheinlich beste Verteidigungsspieler", sagt Doppler. Horst ergänzt: "In der Defensive sicher das beste Team, in der Offensive zählen sie zu den drei besten Duos." Die Brasilianer sind abgebrüht und haben alles gewonnen. Doppler: "Es ist ein wichtiger Faktor, wenn du weißt, wie man Olympia- und WM-Turniere gewinnen kann."

Dalhausser/ Lucena aus den USA gehören immer zu den Sieganwärtern. "In Peking 2008 wäre es egal gewesen, wer an Dalhaussers Seite spielt. Jeder wäre mit ihm Olympiasieger geworden", sagt Doppler. "Für mich ist er immer noch der beste Spieler. Er kann alles, außer die Verteidigung. Er hat ein super Aufspiel, ein super Service und einen super Angriff, eine gute Annahme und einen unglaublichen Block." Horst: "Das ist einer, den servierst du nicht an. Er hat einmal zu seinem Partner gesagt, er will die Seite wechseln, weil ihm links langweilig war. In Long Beach haben wir sie besiegt."

Krasilnikow/Liaminwaren Zweiter in Moskau, Erster in Den Haag. Horst beschreibt: "Krasilnikow war Olympia-Vierter. Aber sie sind erst in dieser Saison zusammen. Liamin war ein Mittelblocker in der Halle, der einen sehr schnellen Smash hat." Doppler weiß: "Er war früher Kapitän einer Mannschaft in der obersten russischen Liga. Sie wollten ihn unbedingt am Beach und haben ihn mit viel Geld gelockt. Er wird der bestbezahlte Spieler sein. Ich höre, er bekommt vom russischen Verband 30.000 Euro im Monat plus Spesen." Gegen die Russen haben Doppler/ Horst beim CEV-Turnier in Baden gewonnen.
Smedins/Samoilovshaben letztes Jahr in Klagenfurt die Olympia-Generalprobe gewonnen, waren dann aber in Rio nur Gruppenletzter. "Sie sind das universellste Team. Sie können beide blocken und verteidigen. Das gibt es nur noch sehr selten", sagt Österreichs Verteidigungsspezialist Horst über die Letten.
Brouwer/Meeuwsenwaren 2013 Weltmeister und 2016 Olympiadritte. Doppler: "Die Niederländer spielen das selbsterfundene Power-Volleyball. Da gibt es keine Shots. Die hauen nur drauf." Horst: "Das ist das athletischste Team. Sie treffen den Ball in einer solchen Höhe, dass sie von überall voll draufschlagen können." Doppler sagt: "Selbst wenn du sie mit dem Service unter Druck setzt und dadurch ihr Aufspiel nicht perfekt wird, schlagen sie trotzdem Winkel am Netz, die kaum jemand schlagen kann. Für mich sind sie auch absoluter Kandidat auf den Titel. Mit 2,07 Metern (Meeuwsen) und 1,98 Metern sind sie das größte Team. Gegen sie haben wir 2016 in Porec gewonnen und bei der EM 2014."

Bei der WM-Genaralprobe vergangene Woche im polnischen Olsztyn strauchelten die Favoriten freilich reihenweise, es gewann mit den Deutschen Böckermann/ Flüggen ein recht unbekanntes Team, das sich erst durch die Qualifikation hatte kämpfen müssen.