Sport 16.01.2012

Die Favoriten geben keine Sätze ab

© Bild: EPA

Am Eröffnungstag der Australian Open hatten es Nadal, Federer, Wozniacki und Clijsters eilig.

Die am Montag eingeteilten Favoriten der Australian Open haben sich in ihren Erstrunden-Partien keine Blöße gegeben. Die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki (DEN) und die Titelverteidigerin Kim Clijsters (BEL) kamen ebenso ohne Satzverlust weiter wie Rafael Nadal (ESP) und Roger Federer (SUI), die Nummern zwei und drei bei den Herren. Vorjahressieger Novak Djokovic (SRB) greift am Dienstag ins Geschehen ein.

Wozniacki, die noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat, setzte kurz vor 23.00 Uhr (Ortszeit) mit einem ungefährdeten 6:2,6:1 gegen Anastasia Rodionova (AUS) den Schlusspunkt des Tages. Zuvor hatte Clijsters ihren Weg zum erneuten Titelgewinn mit einem 7:5,6:1 gegen Maria Joao Koehler (POR) begonnen. Für einige Gesetzte wie Flavia Pennetta (ITA-19), Lucie Safarova (CZE-24) und Yanina Wickmayer (BEL-28) kam ebenso wie für die Tirolerin Patricia Mayr-Achleitner das Aus.

Knieblessur bei Nadal

Im Herren-Bewerb bereitete Nadal eine Knieblessur größere Sorgen als sein Gegner Alex Kusnezow (USA). Der Spanier gewann im Schongang 6:4,6:1,6:1 und sagte danach, er sei glücklich, überhaupt spielen zu können. Beim Aufstehen aus einem Sessel am Sonntag habe er starke Schmerzen im rechten Knie gespürt. "Ich konnte es nicht mehr bewegen", sagte der Weltranglisten-Zweite.

Dank Behandlung wurde er rechtzeitig fit, die Schmerzen verschwanden. "Nach zehn Games habe ich begonnen, normal zu spielen", sagte der 25-jährige Nadal. "Es war dann ein fantastisches Match." Er trifft nun auf den Deutschen Tommy Haas.

Nadal hatte am Vortag den Spielervertreter Federer gegenüber der spanischen Presse wegen dessen Untätigkeit bei der Kalenderreform kritisiert. "Ich sage nichts, alles ist positiv und ich bleibe ein Gentleman, während andere Risiken eingehen", hatte Nadal in Richtung des Eidgenossen erklärt. Federer war am Montag um Beruhigung bemüht. "Alles ist okay zwischen uns", versicherte der Schweizer nach seinem 7:5,6:2,6:2-Erfolg über den Russen Alexander Kudrjawzew. "Ich habe ihm nichts vorzuwerfen. Die letzten Monate mit der ATP waren schwierig, das kann frustrierend sein."

Jürgen Melzer (Nummer 31) war einer von vier Gesetzten im Herren-Einzel, die schon am ersten Tag die Segel streichen mussten. Auch Fernando Verdasco (ESP-22), Juan Monaco (ARG-25) und Ivan Ljubicic (CRO-28) schieden aus.

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Erstellt am 16.01.2012