Diagonale: Trend zu Dokus hält an

Diagonale-Intendantin Barbara Pichler
Foto: APA Barbara Pichler, Intendantin der Diagonale, konnte eine Verkleinerung des Film-Festivals gerade noch verhindern.

Von 20. bis 25. März präsentiert die Diagonale in Graz 134 Filme und Videos. Der Fokus wird weiterhin auf Dokumentarfilme gelegt.

Das Programm platzt aus allen Nähten, wir haben gehofft, es heuer ausbauen zu können, aber finanzielle Probleme haben das verhindert", bedauerte Intendantin Barbara Pichler bei der Programmpräsentation im Grazer Kunsthaus. Im 15. Jahr ihres Bestehens konnte die Diagonale aufgrund des Absprungs eines Hauptsponsors "eine Verkleinerung gerade noch verhindern, aber es wäre an der Zeit, zu wachsen", so Pichler. Es hatte diesmal über 500 Einreichungen gegeben, davon werden 131 Filme, darunter 14 Dokumentarstreifen, gezeigt. "Die Tendenz der letzten Jahre setzt sich fort, es gibt immer mehr Dokumentationen", bestätigte die Intendantin den Trend. Von den gezeigten Filmen sind 39 Uraufführungen, darunter allerdings nur ein einziger Spielfilm, nämlich "QVID TVM" von Mara Mattuschka und Reinhard Jud.

Historisches Spezialprogramm

Dafür gibt es einige Doku-Uraufführungen, so unter anderem "Outing" von Sebastian Meise, der mit "Stillleben" auch einen Spielfilm im Programm hat. Neu sind außerdem "Sommer 1972" von Wilma Calisir, "Griffen - Auf den Spuren von Peter Handke" von Bernd Liepold-Mosser, "Kern" von Veronika Franz und Severin Fiala  und "Nr. 7" von Michael Schindegger. Ruth Mader zeigt mit der österreichischen Erstaufführung von "What is Love" einen Episodenfilm, "in dem verschiedene Lebensentwürfe verhandelt werden, wobei der Film eine Mischung aus Dokumentation und Fiktion ist", schilderte Barbara Pichler.

Dem österreichischen Autor, Kameramann und Regisseur Ferry Radax ist eine Personale gewidmet, die zwölf seiner Arbeiten zeigt. Zu Gast ist diesmal der israelische Filmemacher Avi Mograbi, dessen filmische Beobachtungen und Kommentare zum israelisch-palästinensischen Konflikt in seiner Heimat kritisch diskutiert werden. Ein historisches Spezialprogramm stellt den Regisseur, Kameramann und Schauspieler Charles Korvin, der als Nebendarsteller in Filmen wie "Ship of Fools", "Berlin Express" oder "This Love of Ours" zu sehen war, in den Mittelpunkt. Fortgesetzt wird auch die Reihe "Shooting Women - Weibliche Pioniere des österreichischen Films". Den Festivaltrailer gestaltete Sofie Thorsen, die auch eine Ausstellung im Kunsthaus unter dem Titel "Schnitt A-A`" gestaltet hat.

(apa / mawe) Erstellt am
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