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Sport
09/12/2012

Der Golf-König aus Holywood

Der Nordire Rory McIlroy dominiert seinen Sport derzeit so wie Tiger Woods in seinen besten Zeiten.

Carmel, Indianapolis. Mit 85.000 Einwohnern nicht unbedingt das, was man eine Metropole nennt. Rory McIlroy sieht das vielleicht ganz anders. Für ihn spielt Carmel schon eine Rolle. Zumindest seit Sonntag. Da errang der 23-Jährige, der im nordirischen Holywood geboren wurde, den dritten Sieg in seinen jüngsten vier Turnieren und baute damit seine Führung in der Weltrangliste weiter aus. Er hält nun bei sechs Siegen auf der US-PGA-Tour, davon zwei Major-Titel. Jünger als 24 Jahre waren bei vergleichbaren Erfolgen sonst nur Jack Nicklaus und Woods.

McIlroy setzte sich bei dem mit acht Millionen Dollar dotierten dritten Turnier der FedEx-Cup-Finalserie erneut in einem Weltklassefeld durch. Er triumphierte zwei Schläge vor dem Engländer Lee Westwood und dem US-Amerikaner Phil Mickelson sowie drei vor Tiger Woods. Damit schaffte er es als erster Spieler seit Woods im Jahr 2009, innerhalb von zwei Wochen zwei Mal auf der US-PGA-Tour zu gewinnen.

Unglaublicher Lauf

Der "Celtic Tiger", wie er auch genannt wird, hat momentan einen Lauf. "Die letzten vier, fünf Wochen waren unglaublich. Es ist mit das beste Golf, das ich jemals gespielt habe. Diesen Lauf will ich so lange wie möglich fortsetzen."

Die einstige Nummer eins der Welt sparte denn auch nicht mit Lob: "Zurzeit spielt er wirklich sehr, sehr gut. Er tut auf dem Platz genau das Richtige und versenkt eine Unmenge von Putts", sagte Woods. McIlroy glaubt zu wissen, wie sich Woods zu seiner besten Zeit gefühlt haben muss und angesichts von drei Saisonsiegen und mehrerer Spitzenplätze wohl auch jetzt wieder schon langsam wieder fühlen wird. "Je öfter man sich in diese Position bringt und je mehr Trophäen man sammelt, desto normaler wird das Ganze."

Nächste Woche geht in Atlanta das Finale der besten 30 des FedEx-Cups in Szene. McIlroy startet als Spitzenreiter mit deutlichem Vorsprung in diese "Tour Championship". Dennoch kann er sich des Bonus von 10 Millionen Dollar für den Gesamtsieg noch nicht sicher sein, denn nach dem geltenden Reglement kommen noch mindestens fünf Spieler für den ersten Platz in dieser Serie infrage. Eine Woche später geht es zum größten Golf-Spektakel der Welt: dem Ryder Cup in Medinah/Illinois.

Deshalb werden die jüngsten Erfolge auch noch nicht gefeiert. Statt Party nach seinem vierten Saisonsieg auf der PGA-Tour zu machen, reiste McIlroy, der mit der dänischen Tennisspielerin und ehemaligen Weltranglistenersten Caroline Wozniacki liiert ist, lieber zu einem harten Konditionstraining mit den Basketball-Stars der New York Knicks. "Das wird sicher spaßig."

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