Der Bob Marley aus Niedersachsen

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Foto: reuters Prosit Neu-Haar: Brown ist zwar nur die Nummer 167, aber gut drauf.

Der Deutsch-Jamaikaner Dustin Brown wirbelt durch den Tennis-Zirkus.

Dass manche Dustin Brown zu den besten Spielern weltweit zählen, ist freilich an den Haaren herbeigezogen. Und trotzdem ist der Deutsche eine Ausnahmeerscheinung, nicht nur weil er stets bis in die Haarspitzen motiviert ist. Beim Wüstenturnier von Doha nahm er dem spanischen Turnierfavoriten David Ferrer einen Satz ab, verlor aber 7:5, 3:6, 2:6.

Brown ist einer der letzten Rastamänner im Tenniszirkus und wandelt auf den Spuren von Yannick Noah oder Ronald Agenor. Der heute 28-Jährige ist zwar als Sohn eines Jamaikaners und einer Deutschen in Niedersachsen geboren, verbrachte aber den Großteil seiner Jugend in Montego Bay. 2003 spielte er gar für Jamaika im Daviscup, zerkrachte sich aber wegen Haarspaltereien mit dem Verband. Mit Rang 98 in der Tennis-Weltrangliste war Dustin Brown im Juli 2010 der am besten platzierte jamaikanische Tennisspieler aller Zeiten. Mittlerweile spielt er für Deutschland.

Seine Wurzeln kann er jedoch nicht verheimlichen. Bob Marley hätte seine Freude mit ihm.

(KURIER) Erstellt am
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