Das Ziel für die EM bleibt ein Sieg

Philip Ichovski (mi.) gegen den brasilianischen Block.
Foto: apa

Volleyball: Der Sieg gegen Brasilien war ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur Heim-EM.

Österreich besiegt Brasilien mit 3:1. Im Fußball undenkbar - und an einem normalen Tag eigentlich auch im Volleyball fern jeder Realität. Doch der Mittwoch war kein normaler Tag. Unterstützt von 3000 Zuschauern, die nach Schwechat gekommen waren, um die Partie gegen Weltmeister Brasilien zu sehen, lief das Team von Michael Warm zu Höchstleistungen auf.

Nur im ersten Satz musste sich Österreich der Nummer eins der Welt unterordnen (18:25). Dann gewann das Team Selbstvertrauen und damit Punkt um Punkt. "Die Brasilianer haben in der Mitte sehr dicht geblockt. Wir haben die wichtigen Punkte über die Außenbahnen erzielt", erklärt Warm den Weg zum Sieg. Im ersten Satz sei man in der Annahme nicht stabil genug gewesen.

Realistisch

Grund zu übertriebener Euphorie sieht der 43-jährige Deutsche aber auch nach der Top-Leistung nicht. Das würde auch seinem ausgeglichenen Gemüt widersprechen. Er ist Realist: "Das war gut, ein wichtiger Zwischenschritt, ändert aber nichts an der Zielsetzung für die Europameisterschaft."

Ein Spiel soll in fünf Wochen bei der EuroVolley 2011 (10. bis 18. September in Wien, Innsbruck, Prag und Karlsbad) gegen die Gruppengegner Slowenien, Serbien und Türkei gewonnen werden. "Das wird schwer genug." Serbien (Nummer 5 der Welt) hat bei der letzten WM in Italien Bronze geholt und beim olympischen Test-Turnier in London Weltmeister Brasilien auf Platz zwei verwiesen. Die Slowenen (39.) erspielten sich bei der EM 2001 immerhin den neunten Platz. Und auch wenn man gegen die Türkei (46.) zuletzt ein Spiel in der European League gewinnen konnte, warnt der Trainer davor, den Gegner zu unterschätzen: "Wir müssen realistisch bleiben und konzentriert weiterarbeiten."

Deshalb ist auch nach der Sensation in Schwechat für das Warm'sche Team keine Pause angesagt. Nach einem weiteren Training gegen Brasilien (Donnerstag) statten die Herren am Sonntag den Beachvolleyball-Kollegen einen Solidaritätsbesuch in Klagenfurt ab. Anschließend geht es in Tunesien mit vier Spielen in der EM-Vorbereitung weiter. Schließlich sind es nur mehr 36 Tage bis zur EuroVolley.

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(kurier / Christina Leitner) Erstellt am
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