Sport
11.04.2017

Das Tiroler Hintertürl fiel krachend ins Schloss

Vor dem zweiten Finale Tirol – Aich/Dob gibt’s ein neues Kapitel im Konflikt Kronthaler gegen Kleinmann.

Auch wenn die vergangenen Tage vielleicht etwas anderes vermuten hatten lassen: Volleyball gespielt wird in Österreich auch noch. Zumindest für die Zeit der zweiten Partie der Finalserie zwischen Hypo Tirol und Posojilnica Aich/Dob (Dienstag, 20.20 Uhr, live in ORF Sport+) sollte der Schlagabtausch zwischen Tirol-Manager Hannes Kronthaler und Verbandsboss Peter Kleinmann eine Pause nehmen.

Am Montag erhielt das Duell der Alphatiere durch eine Verbandsmitteilung freilich noch einmal neue Brisanz. "Die Mannschaft Hypo Tirol Volleyballteam/2 ist nicht zur Teilnahme an der AVL Men Relegation berechtigt", heißt es im dem Schreiben.

Teilnahme verboten

Zur Erklärung: Das zweite Team von Hypo Tirol hatte sich erst am Wochenende den Meistertitel in der zweiten Liga gesichert –und damit die Teilnahme an der Relegation um den Aufstieg. Nachdem die Tiroler Einsermannschaft aus Protest über den Ligasponsor nicht fristgerecht für die kommende Saison angemeldet worden war, hatten manche in Tirol bereits darauf gehofft, dass nun kurzerhand das zweite Team als Aufsteiger in die Bresche springen könnte. Dieses Hintertürl fiel nun krachend ins Schloss.

Nach Durchsicht der Statuten kamen die Verbandsjuristen nämlich zum Schluss, dass eine zweite Mannschaft eines Bundesligisten nicht an der Relegation teilnehmen dürfe.

Pyrrhussieg

Die Spieler von Hypo Tirol versuchen sich derweil auf den Sport zu konzentrieren. Laute Nebengeräusche hin, unsichere Zukunft her. "Die Mannschaft ist reif für den nächsten Sieg", meint Cheftrainer Daniel Gavan.

Für die Innsbrucker steht der zehnte Meistertitel der Vereinsgeschichte auf dem Spiel. Der Jubiläumserfolg droht freilich zum Pyrrhussieg zu werden. Außer die beiden Streithansln Hannes Kronthaler und Peter Kleinmann finden doch noch irgendwie zueinander – und eine gemeinsame Lösung in diesem unsäglichen Konflikt.