Bundestrainer: "Feiertage gibt es nicht"

Boxen
Foto: Jonas Müller Schlagkräftig: Bundestrainer Adolf Angrick, Ivan Obradovic, Stützpunkt-Trainer Daniel Nader, Arbi Tschagajew (v.l.n.r.)

Der Deutsche Adolf Angrick will mit seinen Boxern zu Olympia. Ein Test auf dem Weg dahin steigt am Wochenende in Wien.

Wenn es am Freitag und Samstag in der Wiener PAHO-Halle (1100, Jura-Soyfer-Gasse 3, Beginn 18:00 Uhr) zum Box-Vierländerturnier zwischen Österreich, Deutschland, Israel und Tschechien kommt, gilt die Aufmerksamkeit vor allem zwei Athleten und einer Athletin.

Denn für Nicole Trimmel (bis 65 kg), Ivan Obradovic (bis 60 kg) und Arbi Tschagajew (bis 75 kg) ist der Traum von einer Olympia-Teilnahme im Sommer in London noch nicht vorbei. Das Turnier in Wien ist Auftaktpunkt einer Europa-Tournee, bei der die Boxer innerhalb von drei Wochen an drei Turnieren teilnehmen. Im April kommt es dann zur Olympia-Qualifikation im türkischen Trabzon. Mit einer Teilnahme in London rechnen Bundestrainer Adolf Angrick und Stützpunkttrainer Daniel Nader zwar noch nicht, wollen mit ihren Boxern auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2016, die das erklärte Ziel sind, aber so viele Erfahrungen wie möglich mitnehmen.

Dafür mühen sich die Sportler tagtäglich ab. Trotz beruflicher oder schulischer Verpflichtungen sollen die Mitglieder des Amateur-Nationalteams zwischen sieben und neun Trainingseinheiten wöchentlich absolvieren. "Es gibt keine Feiertage, sondern nur Trainings- und Ruhetage", formuliert Angrick den Anspruch. Der 67-Jährige Berliner, der aus derselben DDR-Trainerschmiede wie Ulli Wegner, Fritz Sdunek oder Manfred Wolke stammt, hat aber auch Verständnis für die Umstände seiner Schützlinge: "Unsere Jungs sind Edel-Amateure. Sie kämpfen um jede freie Stunde fürs Training."

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(kurier) Erstellt am
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