Sport | Bundesliga
03.01.2018

Sonnleitner wurde bei Überfall in Barcelona verletzt

Nach dem Schock im Urlaub meint der Rapidler: "Ich möchte über den Vorfall nicht mehr viel reden"

Am Mittwoch startete Rapid in die Vorbereitung für das Fußballfrühjahr, das am 4. Februar mit dem Wiener Derby in Hütteldorf beginnt.

Zur Begrüßung von Dejan Ljubicic wartete ein ernstes Gespräch mit Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel: Ljubicic bekam für seinen Vandalenakt in Bosnien eine hohe Strafe und wird auch noch einen sozialen Dienst leisten.

Gefehlt haben beim Trainingsstart der Rapidler Mario Sonnleitner und Philipp Prosenik – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Während sich Prosenik nach Ried verabschiedet, erholt sich Sonnleitner von einem Überfall während des Urlaubs: Der 31-jährige Verteidiger wurde in Barcelona ausgeraubt. Die Diebe hatten es auf die Uhr des Steirers abgesehen und verletzten Sonnleitner dabei auch noch.

Im Krankenhaus

"Die Wunde hat sich entzündet, ich musste stationär aufgenommen werden", sagt Sonnleitner zum KURIER. Die beginnende Blutvergiftung wurde mit Antibiotika bekämpft, den Schock hat der Routinier überwunden: "Die Rapid-Fans müssen sich keine Sorgen machen. Am Wochenende möchte ich wieder trainieren und auch gar nicht mehr viel über den Vorfall reden."

Über seine Entscheidung für Ried und gegen Altach wird wohl am Donnerstag Philipp Prosenik reden: Der Stürmer hat den Vertrag bei Rapid aufgelöst, um - wie vom KURIER berichtet - beim Leader der zweiten Spielklasse zu unterschreiben.

Prosenik neben Chabbi

Mit einem möglichen Abgang von Topscorer Seifedin Chabbi hat dieVerpflichtung von Prosenik nichts zu tun, versichern Ried-Trainer Lassaad Chabbi und -Manager Franz Schiemer unisono: "Wir planen fix mit Seifedin und würden ihn nur bei einer Traum-Ablöse ziehen lassen." Für das Ziel Wiederaufstieg soll vielmehr die Offensive weiter verstärkt werden.

"Wir spielen öfters mit zwei Stürmern. Dafür haben wir dann mit Chabbi, Fröschl und Prosenik viel Qualität", meint Schiemer. Chabbi bestätigt zwar, dass es Interesse aus dem Ausland an seinem Sohn gegeben hat, erklärt aber: "Konkurrenz belebt. Ich sehe kein Problem, wenn wir Seifedin und Prosenik zur Verfügung haben."