Last-Minute-Sieg für Salzburg in Mattersburg

Man darf dankbar sein: Salzburg kam glücklich zu einem 2:1-Erfolg.
Dank eines Haidara-Tores in Minute 94 kamen die Salzburger etwas glücklich zu drei Punkten gegen Mattersburg.

Salzburg kann also doch noch gewinnen: Nach drei Pflichtspielen ohne Sieg gab es in Mattersburg einen glücklichen 2:1-Erfolg. Denn das Siegestor fixierte der bis dahin fehlerhafte Haidara mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze in der vierten Minute in der Nachspielzeit.


Fußball-Bundesliga - 8. Spieltag
SCR Altach Rapid Wien 2:2 (0:0)
Admira Wacker Sturm Graz 2:1 (0:1)
Wolfsberger AC LASK Linz 0:0 (0:0)
SV Mattersburg Red Bull Salzburg 1:2 (1:1)
Austria Wien SKN St. Pölten So., 19.00 Uhr

Beide Trainer hatten ihre Mannschaften erwartungsgemäß personell verändert. Je drei Spieler waren neu dabei. Bei den Mattersburgern, die zuletzt zu Hause 0:5 gegen die Admira verloren hatten, waren dies Mahrer, Höller und Bürger.

Bei den Salzburgern waren im Vergleich zum 1:1 in der Europa League bei Vitoria Guimarães der Ex-Mattersburger Farkas, Daka und Onguéné neu dabei. Für Stürmer Daka war es sein Startelfdebüt, Innenverteidiger Onguéné kam überhaupt zu seinem ersten Einsatz. Der Franzose war erst am letzten Transfertag vom VfB Stuttgart ausgeliehen worden.

Salzburg führt mit erstem Schuss

Der Meister konnte in dieser Saison bisher nur gewinnen, wenn die Mannschaft 1:0 in Führung gegangen war. In Mattersburg fiel das erste Salzburger Tor früh: Nach einem Eckball von Berisha stellte sich die Mattersburger Verteidigung ungeschickt an. Dabbur konnte sein erstes Bundesliga-Tor in einem Auswärtsspiel erzielen (12.). Das 1:0 hatte allerdings einen Schönheitsfehler: Der Israeli hatte bei der Ballannahme seine Hand zur Hilfe genommen.

Aber die Salzburger lagen beim Nachzügler nur sechs Minuten in Führung: Nach einer Höller-Flanke kamen Farkas und Keeper Walke zu spät. Ex-Sturm-Spieler Gruber erzielte sein erstes Tor für Mattersburg, Salzburg kassierte in dieser Bundesliga-Saison erstmals ein Gegentor vor der Pause.

Viel Kampf, wenig Spiel

Was auf das 1:1 in der ersten Hälfte folgte, hatte wenig mit Fußball zu tun. Beide Mannschaften waren hauptsächlich damit beschäftigt, sich gegenseitig wehzutun. Zwei Spieler – der Salzburger Farkas und der Mattersburger Hart – mussten schon vor dem Pausenpfiff verletzt w.o. geben.

Die 15-minütige Spielunterbrechung samt Seitenwechsel beruhigte die Gemüter. Es wurde jetzt zumindest versucht, Fußball zu spielen.

Die Salzburger kamen mit viel Elan aus der Kabine, sie erhöhten auch das Tempo. Mattersburg war im Konter immer wieder gefährlich. Bürger hatte per Kopf eine gute Möglichkeit (54.). Auch die Salzburger kamen durch Dabbur zu einer Chance, Kuster reagierte stark (62.).

Es sollte aber ein kurzes fußballerisches Strohfeuer bleiben. Die letzte halbe Stunde war wieder kein Leckerbissen – bis eine Einzelaktion die Partie entschied: Haidara stellte erneut seine Schussstärke unter Beweis und traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 2:1.

Mattersburg, Pappelstadion, SR Eisner

Tor: 0:1 Dabbur (12.), 1:1 Gruber (18.), 1:2 Haidara (90.+4)

Mattersburg: Kuster - Hart (45. Renner), Mahrer, Malic, Rath - Höller, Erhardt, Jano, Sittsam, Gruber (81. Okugawa) - Bürger (75. Prevljak)

Salzburg: Walke - Farkas (41. Lainer), Caleta-Car, Onguene, Ulmer - Samassekou (61. Leitgeb), Berisha, Haidara - Dabbur - Gulbrandsen, Daka (70. Wolf)

Gelbe Karte: Jano (21.), Höller (25.), Bürger (69.) bzw. Caleta-Car (23.), Gulbrandsen (26.), Samassekou (43.)

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Es ist sehr bitter, das 2:1 in der Nachspielzeit zu bekommen. Der Gegner ist fast übermächtig für uns. Schade, dass wir keinen Punkt mitgenommen haben. Es gab zwei kuriose Situationen in diesem Spiel: erstens das Handspiel-Tor von Dabbur und zweitens das Foul von Sittsam an Farkas - da hätte es Elfer geben müssen. In der ersten Halbzeit hätten wir die eine oder andere Situation besser weiterspielen müssen. Ballbesitz gewinnt kein Spiel, so ist das im Fußball. Wir müssen jetzt wieder das Spielglück auf unsere Seite zwingen. Es ist eine schwierige Situation, in der wir Ruhe bewahren müssen. Wir müssen jetzt einen klaren Kopf bewahren. Salzburg wollte das Tor schießen, die Flanke von Ulmer war top, und danach wurde der Ball sehr gut getroffen."

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Wenn man so spät gewinnt, ist man mal glücklich. Laut Statistik ist der Sieg nicht unverdient für uns. Mattersburg hat es uns heute sehr, sehr schwer gemacht. Wir sind schnell 1:0 in Führung gegangen und waren danach ein bisschen fahrig. Ich bin sehr froh über das 2:1. Im Moment ist es nicht so einfach für die Mannschaft, weil wir viele angeschlagene Spieler haben. Die Jungs, die am Platz stehen, hauen alles raus."

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