Sport | Bundesliga
30.03.2017

Ex-Teamspieler Ernst Ogris verstorben

Der frühere Spieler der Wiener Austria verstarb im Alter von 49 Jahren.

Der frühere österreichische Teamspieler Ernst Ogris ist im Alter von 49 Jahren verstorben. Das teilte sein Ex-Klub FK Austria Wien, wo Bruder Andreas Ogris als Amateur-Trainer engagiert ist, am Donnerstag mit.

Über die genaue Todesursache wurden keine Angaben gemacht. In der Vorwoche war noch die Meldung über eine schwere Virusinfektion beim einstigen Stürmer, bei der Nieren, Herz, Leber und Gehirn betroffen seien, an die Öffentlichkeit gedrungen. Er war deshalb im Kaiser-Franz-Josef-Spital in Wien-Favoriten in den künstlichen Tiefschlaf versetzt worden.

Tor gegen Dänemark

Im Heimspiel der Veilchen am Samstag gegen die Admira gibt es eine Trauerminute. Ogris brachte es von 1985 bis 1988 auf 14 Pflichtspiele für die Austria, außerdem war der Offensivspieler unter anderem bei VSE St. Pölten (an der Seite von Argentiniens Weltmeister Mario Kempes), Admira und Hertha BSC engagiert.

Sein einziges Ländermatch absolvierte Ogris am 5. Juni 1991 unter Teamchef Alfred Riedl beim 1:2 im Testspiel gegen Dänemark in Odense, wo er mit einem sehenswerten Seitfallzieher das ÖFB-Tor erzielte. Einer steileren Karriere stand der Schmähbruder oft selbst im Weg – oder aber Verletzungen wie ein Kreuzbandriss.

Ernst ist als jüngster von vier Brüdern in Strebersdorf aufgewachsen, der Vater war Fernfahrer und somit die meiste Zeit nicht daheim, weshalb die Last der Erziehung bei der Mutter lag. „Er war mein Vorbild“, sagte Ernst über Bruder Andi. Der um drei Jahre Ältere hat 60 Länderspiele bestritten und ist eine Legende der Austria.

Nach der Rückkehr aus Berlin zur Admira ging es sportlich bergab. Schwechat, St. Veit, Helfort, Zwettl, Polizei, Stripfing, Inter Leopoldau und Donaustadt waren die weniger schillernden Stationen bis zum Ende seiner Karriere im Jahr 2009 mit 42 Jahren. Er machte den Trainerschein und arbeitete bei Klubs wie Helfort, Wiener Viktoria oder Kapellerfeld. Bis zuletzt coachte er den SV Eichgraben in der 2. Klasse Traisental in Niederösterreich. Der gelernte Dachdecker lebte mit seiner Frau in Kaisermühlen und arbeitete bei einem Fahrtendienst.