Sport | Bundesliga
25.07.2017

Causa Berisha: Die UEFA lässt sich Zeit

Ob der Salzburger im Hinspiel gegen Rijeka eingesetzt werden darf, entscheidet sich erst am Spieltag.

Darf Valon Berisha im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen HNK Rijeka eingesetzt werden oder darf er am Mittwoch in der Red-Bull-Arena nicht mitspielen? Diese Frage wird von der UEFA laut Salzburg erst am Matchtag beantwortet werden.

Eilig hatte es der europäische Verband in der Causa nie. Der Kosovare, der in Schweden geboren wurde und in Norwegen aufgewachsen ist, war am 11. Juli im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde bei Hibernians FC kurz vor Schluss beim Spielstand von 3:0 für Salzburg nach einem Foulspiel ausgeschlossen worden.

Zwei Spiele gesperrt

Erst nach neun Tagen und damit nach dem Rückspiel gegen den maltesischen Meister (3:0) gab es ein Urteil: Berisha wurde für zwei Spiele gesperrt – eine harte Strafe angesichts eines Fouls, das ärger ausgeschaut hatte als es in Wirklichkeit war. Salzburg reagierte, legte umgehend Protest ein. Aber die UEFA-Gremien mahlen langsam.

Salzburg-Trainer Marco Rose wird also erst am Mittwoch erfahren, ob er einen seiner wichtigsten Spieler am frühen Abend einsetzen darf. "Valon ist ein ganz wichtiger Faktor in dieser Mannschaft, ein Führungsspieler, der vorangeht und schon einige Jahre dabei ist. Aber wenn er nicht spielen darf, müssen wir ihn ersetzen. Das werden wir auch schaffen", sagt der 40-Jährige Deutsche, der mit seiner Mannschaft die ersten vier Pflichtspiele in dieser Saison zu Null gewonnen hat.

Rose erwartet einen "spielstarken Gegner mit hoher Einzelspielerqualität", der einen "cleveren, pfiffigen Trainer" hat. Der Angesprochene hat Österreich-Erfahrung. Matjaz Kek spielte von 1985 bis 1994 für den SV Spittal und den GAK.

Abgang beim Gegner

Bei Rijeka ist der 55-Jährige seit Februar 2013 Cheftrainer. Vergangene Saison löste der Slowene mit HNK Dinamo Zagreb als Nummer eins in Kroatien ab. Der erste Meistertitel wurde geholt, dazu der vierte Cupsieg, der zweite unter Kek. Rijekas Meistermacher verlor aber seinen wichtigsten Spieler: Franko Andrijasevic wechselte zu Altachs Europa-League-Gegner Gent. Der Spielmacher hatte in der Meistersaison 16 Tore in der Liga erzielt.