Mattersburger Lebenszeichen unter Maierhofers Mithilfe

Stefan Maierhofer hatte beim Goldtor von Röcher als Vorbereiter sein Köpfchen im Spiel. © Bild: DIENER / Eva Manhart

Der Letzte setzte sich gegen den Dritten durch ein Tor von Röcher mit 1:0 durch.

Aufbruchstimmung? Nein. Man kann dem werten Fußballanhang in Mattersburg aber zumindest Neugierde unterstellen. Es kamen einige mehr als im Herbst, um dem Neustart im Frühjahr beizuwohnen. Mit Gerald Baumgartner sitzt ein neuer Trainer auf der Bank. Der setzt in seinem ersten Spiel mit Maierhofer und Atanga zwei der Neuen ein und Ortiz nur auf die Bank. Baumgartner hatte die Partie gegen Sturm als erstes von 16 Endspielen bezeichnet, in denen die vier Punkte Rückstand wettgemacht und der Aufstieg gesichert werden.

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Bundesliga-Ergebnisse:

Salzburg - St. Pölten 2:0
WAC - Ried 1:1

Admira - Altach 1:1

Tabelle
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Gegner im ersten Endspiel war Sturm Graz. Die Steirer haben als Dritter Respektabstand zu Mattersburg und nicht den Klassenerhalt, sondern den Europacup als Ziel. Allerdings haben die Grazer mit Matic und Edomwonyi zwei schmerzhafte Abgänge zu verkraften. Die drei Neuen durften jedenfalls die Lücken nicht schließen, sondern nur auf die Bank. Sturm mühte sich ohne Taktgeber Matic, kam nur zu vier Weitschüssen – Jeggo knapp daneben (16.), Koch auf Mattersburg-Goalie Kuster (30.), Hierländers (47.) und Grubers (83.) Versuche wurden abgefälscht.

Von Aufbruchstimmung merkte man auch in der Mattersburger Mannschaft nur wenig. Lediglich Malic (in Abwesenheit von Farkas und Bürger Kapitän) hatte die Ärmel aufgekrempelt und spielte, wie schon öfters gesehen, auch bei Temperaturen um den Nullpunkt mit kurzen Ärmeln. Lediglich Atanga erregte mit zwei Schüssen Aufmerksamkeit (22., 32.). Ansonsten spielte Mattersburg nicht viel anders wie im Herbst, verteidigte nicht höher, war vielleicht um einen Tick aufmerksamer. Und ging endlich in Führung – durch ein Tor Marke Mattersburg. Hoher Ball von Höller, Maierhofer legte per Kopf ab, Perlak gewann den zweiten Ball, und Röcher schob ihn an Gratzei vorbei ins Tor (35.).

Maierhofer war nicht nur wegen seiner zwei Meter hohen Figur auffällig, stets hob er die Hand, wollte die Bälle, schonte sich nicht. Und belohnt sich und das Team mit der Vorarbeit zum Siegestor.

Nach 81 Minuten war sein Arbeitstag zu Ende. Und er verpasste das letzte Aufbäumen von Sturm, in dem Gruber die beste Chance vergab und übers Tor schoss (83.). Das war zu wenig für die steirischen Ambitionen. Für die Burgenländer war das 1:0 aber ein kräftiger Motivationsschub und ein Lebenszeichen.

Mattersburg - Sturm 1:0 (1:0)

Mattersburg, Pappelstadion, 2.500, SR Jäger

Tor: 1:0 (35.) Röcher

Mattersburg: Kuster - Höller, Rath, Malic, Novak - Erhardt, Jano - Atanga, Perlak, Röcher - Maierhofer

Sturm: Gratzei - Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis - Piesinger, Jeggo - Schmerböck, Hierländer, Horvath - Alar

( kurier.at ) Erstellt am 11.02.2017