Sport | Bundesliga
29.08.2017

Bundesliga: Ein Transfer-Paragraf sorgt für Staunen

Altach wollte einen Spieler am Samstag anmelden. Dies ist in Österreich aber nur wochentags möglich.

Am Donnerstag um Mitternacht endet die Transferzeit. Das rege Treiben macht auch vor Österreich nicht halt. Wenn auch in deutlich abgespeckter Form, was die finanziellen Rahmenbedingungen betrifft. So engagierte etwa Altach den 20-jährigen Mathias Honsak von Liefering leihweise. Der Transfer wurde am Freitag fixiert, am Samstag sollte der Spieler bei der Liga angemeldet werden, wenngleich ein Einsatz des U-21-Teamspielers für das Heimspiel der Vorarlberger am Sonntag gegen Mattersburg (1:0) nicht unbedingt geplant war. Er wäre auch nicht möglich gewesen: Laut den Spielbetriebsrichtlinien der Bundesliga ist die Anmeldung eines Spielers nur bis Freitag um 17 Uhr möglich (siehe Faksimile).

Altachs Sportdirektor Georg Zellhofer kann sich damit nicht anfreunden. "Für mich ist es fragwürdig, dass eine Anmeldung am Samstag und Sonntag nicht durchführbar ist. Ich habe es jetzt einmal zur Kenntnis genommen", sagt der Oberösterreicher. "Ich finde, das sollte man überdenken. Überhaupt, wenn die Transferzeit kurz vor dem Ende steht."

Erklärung

Seitens der Bundesliga heißt es auf KURIER-Nachfrage, diese Spielbetriebsrichtlinie hätten die Klubs selbst beschlossen. Liga-Vorstand Christian Ebenbauer sagt: "Sinn und Zweck dieser Regelung ist es, gleiche Voraussetzungen für alle Klubs zu schaffen. Das ist international so üblich und im Sinne der Wettbewerbsgleichheit auch fair, wenn alle Transferaktivitäten vor dem Beginn einer Runde abgeschlossen sind." Dazu verweist die Liga auf den großen Nachbarn: In Deutschland sei bereits jeweils am Freitag um 15 Uhr Deadline.