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Bundesliga
11/14/2016

Canadi leitete sein erstes Rapid-Training

150 Fans wollten sich das Debüt des Ex-Altach-Trainers nicht entgehen lassen.

von Alexander Huber

Bei seiner Präsentation wunderte sich Damir Canadi über den Medienandrang. Bei seinem ersten Training staunte der neue Chefcoach über den am Montag um 10 Uhr Vormittag gut besuchten Trainingsplatz. "Vor so vielen Fans habe ich noch nie ein Training geleitet. Grüß euch!", sagte Canadi und sorgte für noch freundlichere Gesichter bei den rund 150 Zuschauern.

Zu sehen gab es 16 Spieler und gleich acht Trainer. Noch nicht am Platz waren die angeschlagenen Thomas Murg, Christopher Dibon und Mario Pavelic. Ob das Trio für Canadis Debüt am Sonntag in Salzburg infrage kommt, wird die medizinische Abteilung entscheiden.
Noch kein Thema sein kann Philipp Schobesberger, der beim Canadi-Debüt eine Stunde lang mittrainierte. Nach der Knorpelabsplitterung im Knie im August geht es schon ganz gut, noch sind aber weder Zweikämpfe oder Schüsse möglich.
Bevor der Ex-Altach-Coach am Dienstag zwei Mal zum Training bittet, ließ er am Montag 100 Minuten lang keinen Zweifel, dass er ganz genau hinsieht. Selbst bei der klassischen Aufwärmübung "Hösche" (Fünf Spieler lassen gegen zwei im Kreis den Ball laufen) kommentierte der Wiener energisch: "Hört’s auf mit dem Gurken-Spielen. Das ist zu riskant." Bei einer Spielform auf zwei Tore gab es vor allem für das Offensivspiel einen Auftrag: "Sucht die Tiefe. Bietet Lösungen an."
Aufgrund des Journalisten-Rekords bei einem Training im Prater wurde danach eine Pressekonferenz improvisiert. Canadis erster Eindruck: "Sowohl die Spieler als auch ich waren anfangs etwas angespannt. Aber sie haben es gut gemacht, und ich freue mich riesig auf die großen Aufgaben."