Bickel: "Wir sind alle ziemlich auf dem Boden"

Talentiert, aber kein Torjäger: Joelinton © Bild: Agentur DIENER/DIENER / Philipp Schalber

Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel rätselt über den Rückfall gegen die Admira und übt Selbstkritik.

Das kuriose 1:2 bei der Admira war mehr als ein K.o. in letzter Sekunde. Es war ein Schock für Rapid. "Wir sind alle ziemlich auf dem Boden", sagt Fredy Bickel nach nächtlichem TV-Studium des Selbstfallers und Gesprächen mit geknickten Spielern.

Der Sportdirektor wollte in Ruhe analysieren, wie gegen die B-Elf der Admira die zweite Auswärtsniederlage passieren konnte, fand aber (noch) keine Antwort. "Es klingt jetzt blöd: Aber die Trainingswoche war super, nach dem Aufwärmen haben mir die Trainer versichert, dass alle voll fokussiert sind."

Falscher Fuß

Der Schweizer spart im KURIER-Gespräch nicht mit Selbstkritik: "Wir sind auf dem falschen Fuß erwischt worden. Ich hätte nach der ganzen Aufbauarbeit nicht gedacht, dass wir solche Rückfälle erleben werden. Wieso habe ich nicht gespürt, dass es wieder wie im August kommen kann?" Trainer Djuricin nimmt Bickel von seiner Kritik aber dezidiert aus.

Zur Ablenkung durch das Fan-Thema sagt der Sportchef: "Wir wollten die Spieler so gut wie möglich abgrenzen, das ist uns nicht gelungen. Aber als Ausrede ist mir das zu billig."

Alfred Bickel
Interview mit Alfred Bickel, Geschäftsführer von SK Rapid Wien am 19.12.2017. © Bild: KURIER/Gerhard Deutsch

Zu seinen eigenen Aussagen aufSkydirekt nach dem Schlusspfiff meint er: "Mir war das Transparent nicht bekannt und ich habe den österreichischen Slang nicht verstanden. Deswegen fiel meine Aussage nicht passend aus. Solche Transparente gehen gar nicht! Mich ärgert, dass die Verursacher dadurch wieder so eine Plattform bekommen."

Auch sportlich bleibt es spannend: Am Samstag wartet Sturm im Krisen-Duell.

( kurier.at ) Erstellt am 13.02.2018