Sport 05.12.2011

Bügeln auf dem Berg und Frauentragen in Finnland

Kuriose Sportarten

Rückwärtslaufen ist nicht die einzige kuriose Sportart. Bügeln im Gebirge, unter Wasser oder im Wald ist kein seltsamer Spleen, sondern ein anerkannter Wettbewerb, der Extreme Ironing heißt. Also das Bügelbrett auf den Rücken geschnallt und die Rax hinauf!

Man kann sich aber auch die eigene Frau über die Schulter werfen und an der WM im Frauentragen in Finnland teilnehmen.

In Schottland floriert das Baumstammwerfen. Dabei wird ein sechs Meter langer Stamm möglichst weit nach vorne gestoßen.

Wenn der Bizeps für schwere Baumstämme nicht ausreicht, kann man sich im Vulkansurfen versuchen. Mit dem Snowboard einen Abhang aus Aschelava hinunterzubrettern ist sicher ein Erlebnis, von dem man noch den Enkeln erzählen wird. Etwa 10.000 Surfer brausen pro Jahr mit 80 km/h den Cerro Negro in Nicaragua hinunter.

"Große Katze", "kleine Katze" und "Yogi Cannonball" sind keine Yoga-Positionen. Es handelt sich um verschiedene Sprung-Positionen beim Splashdiving, am ehesten zu übersetzen mit "Arschbombe". Jedes Jahr finden Weltmeisterschaften statt.

Eine der jüngsten Disziplinen im Reigen der kuriosesten Sportarten ist das Schach-Boxen. 2008 wurde diese Disziplin vom niederländischen Performance-Künstler Iepe Rubingh ersonnen. Der Mix aus Kampf-und Denksport geht über 12 Runden. Abwechselnd wird eine Runde geboxt und eine Runde Schach gespielt. Zum Sieger wird man durch Knock-Out, Schachmatt oder das Urteil des Ringrichters. Bis jetzt wurden wenige dieser Fights ausgetragen, aber immerhin gibt es für diese Sportart schon einen Weltverband: Die World Chess Boxing Organisation.

Für Freunde des runden Plastiks gibt es eine Extrem-Variante des üblichen Sonntagkickerls. Beim Blind-Soccer tragen alle Spieler außer dem Tormann Augenmasken. Spielanweisungen erfolgen durch Zurufe vom Spielfeldrand. Damit die Extrem-Kicker wenigstens hören, wo sich der Ball gerade befindet, ist er mit Kieselsteinen gefüllt. Vermutlich ist dieses Fußballspiel für die Zuseher um einiges amüsanter als für die Spieler.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011