Beweise von "Operation Windhund" nicht nutzbar

Ein Gericht in Madrid hat am Donnerstag die weitere Nutzung der im Zuge der "Operation Windhund" zusammengetragenen Beweismittel untersagt.


Die Untersuchungen der Polizei sei ungesetzlich gewesen, weil die richterliche Erlaubnis lediglich Vermutungen, Spekulationen und Generalisationen als Grundlage gehabt hätte, hieß es.

Beweismittel wie Abhörprotokolle, Blutbeutel, Transfusionshilfen und anabole Steroide dürften daher nicht mehr verwendet werden.

Im Zuge der "Operacion Galgo" (Operation Windhund) waren anlässlich des spanischen Dopingskandals im Dezember 2010 landesweit rund 14 Verdächtige festgenommen worden. Darunter mit Marta Dominguez Spaniens erfolgreichste Leichtathletin, der umstrittene Mediziner Eufemiano Fuentes, der schon 2006 die Schlüsselfigur im großen Radsportskandal der "Operacion Puerto" (Operation Bergpass) gewesen war, sowie der ehemalige Mountainbiker Alberto Leon.

Letzterer hat sich später das Leben genommen. Dominguez wurde mittlerweile entlastet, sie plant bei Olympia 2012 in London ein Comeback.

(KURIER) Erstellt am
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