Beachvolleybal­ler bangen um Olympia

Clemens Doppler hofft auf ein erfolgreiches Turnier in Klagenfurt.
Foto: FIVB

Der zweifache Europameister Clemens Doppler hat gelernt, mit dem Misserfolg zu leben. Klagenfurt soll die Wende sein.

Wenn Clemens Doppler am Donnerstag erstmals den Centre-Court von Klagenfurt betreten wird, dann ist er sich bewusst, was auf dem Spiel steht. Nur ein Viertelfinaleinzug und also zumindest ein fünfter Platz beim Grand-Slam-Turnier in Kärnten kann ihn und seinem Partner Matthias Mellitzer die Türe zu denn Olympischen Spielen 2012 in London offen halten.

Im dritten gemeinsamen Jahr haben die beiden nur einen 9. Rang bei der WM in Rom vorzuweisen. Für den zweifachen Europameister Doppler lagen neunte Plätze eine Zeit lang am unteren Ende der Erfolgsskala.

Die Investitionen

Clemens Doppler hofft auf ein erfolgreiches Turnier in Klagenfurt. Foto: FIVB Clemens Doppler hofft auf ein erfolgreiches Turnier in Klagenfurt.

Der 30-jährige Oberösterreicher, der für doppelte Freiminuten wirbt, hat gelernt mit dem Misserfolg umzugehen. "Aber es ist mir ehrlich gesagt schon ein wenig peinlich, dass ich groß für A1 werbe und nix reiße", sagt Doppler. Es sei wie in einem normalen Job. "Du investierst irrsinnig viel. Aber das, was dabei herauskommt, steht in keiner Relation. Wir haben mit Sicherheit eines der professionellsten Umfelder aller Spieler."

Das Team Doppler/Mellitzer hat nicht so funktioniert, wie es sich alle Beteiligten erwartet haben. Als Top-Hallen-Spieler auf den Sand gekommen, nährte Mellitzer die Hoffnung auf einen Spitzenplatz in London. Wenn aber nicht noch ein Wunder geschieht, dann verpasst das Team die Qualifikation und werden erstmals seit Olympia 2000 nicht zwei österreichische Herren-Teams dabei sein.

Für die Zukunft

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Florian Gosch ist auch das neue Team Alexander Horst und Daniel Müllner schon bald außer Reichweite von London. Die beiden lassen ab und zu ihr Können aufblitzen, doch für konstant gute Ergebnisse fehlt Talent Müllner noch die Beständigkeit. Es läge also auf der Hand, dass die gut befreundeten Doppler und Horst einen gemeinsamen Anlauf starten.

Doch das dürfte zu spät sein. Erstens müsste Doppler zum Blockspieler werden, der er noch nie war. Und zweitens würden sie nicht mehr genug Turnier-Teilnahmen für die Olympia-Qualifikation schaffen. Sollten es aber Doppler/Mellitzer und Horst/Müllner tatsächlich nicht schaffen, dann könnten sich Doppler/Horst beim Continental-Cup versuchen, wo es die letzten Tickets für London zu gewinnen gibt.

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(KURIER) Erstellt am
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