Sport
27.02.2015

Von Klagenfurt in die ganze Welt

Hannes Jagerhofer und Red Bull organisieren ab heuer die Swatch-Major-Series auf der World-Tour.

Zwei Jahre hat Hannes Jagerhofer daran gearbeitet. Gestern konnte er sein neues Projekt in einer Niederlassung von Titel-Sponsor Swatch in Zürich präsentieren. Der Kärntner ist ab sofort nicht nur Organisator des Turniers in Klagenfurt, sondern wird gemeinsam mit Red Bull die Major-Serie auf der World Tour veranstalten. "Es wird das Premium-Produkt im Beachvolleyball werden", sagte der brasilianische Volleyball-Weltverbandspräsident Ary Graça. Zu Beginn der Serie wird es 2015 vier Turniere mit dem Qualitäts-Stempel "Major" geben: Porec (Kroatien), Stavanger (Norwegen), Gstaad (Schweiz) und das Finale in Fort Lauderdale (USA). Das Team von Hannes Jagerhofer wird dabei entweder komplett organisieren wie bei den neuen Turnieren in Porec und Fort Lauderdale, oder bei der Vermarktung (durch das Red Bull Media House) unterstützen, wie in der Schweiz oder in Norwegen.

Klagenfurt ab 2016 dabei

Klagenfurt ist heuer noch nicht in der neuen höchsten Kategorie, da schon vor der Gründung der Major-Serie die Europameisterschaft (28. Juli bis 2. August) vertraglich fixiert worden war. Jagerhofer will jedes Jahr zwei neue Turniere aufnehmen. 2016 kommen Klagenfurt und wahrscheinlich Quebec dazu. Bis zu zwölf Stopps soll die Major-Serie in ein paar Jahren haben.

Österreichs Nummer eins Clemens Doppler ist begeistert vom neuen Engagement und vom Wiedereinstieg der Swatch Group, die bis zum Zerwürfnis mit dem Weltverband nicht nur Partner der ersten Stunde der jungen Sportart war, sondern auch Hauptsponsor der World Tour. "Unser Sport wird in fünf, sechs Jahren ein anderer sein. Schön, dass Leute Beachvolleyball auf ein anderes Level bringen wollen", sagt Doppler.

Zu Beginn werden sich die Major-Turniere noch nicht sehr von anderen Grand Slams unterscheiden. Preisgeld und Punkte für die Weltrangliste sind noch bis 2016 deshalb gleich, damit nicht in die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 eingegriffen wird. Nach Rio de Janeiro könnten es durchaus Preisgelder von einer Millionen Euro geben. Doch auch schon eine Sieg beim Tour-Finale in Fort Lauderdale wird sich lohnen, bekommen doch die Sieger einen Scheck über 100.000 Dollar.