Sport
30.06.2017

Beachvolleyball: Spektakel der nächsten Generation

Nach Klagenfurt kommt Wien - die WM Ende Juli wird das bislang größte Turnier auf der Tour.

Es sind noch 33 Tage bis zum größten Turnier der Beachvolleyball-Geschichte. Mitten in Wien, auf der Donauinsel, geht es von 28. Juli bis 6. August um eine Million Dollar Gesamtpreisgeld, aber auch um Gold, Silber und Bronze. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Warum findet das Turnier in Wien und nicht in Klagenfurt statt?

In Kärnten herrscht wegen der politischen Vergangenheit des Landes strenger Sparzwang. Sportsubventionen wurden halbiert. Turnier-Veranstalter Hannes Jagerhofer wich schon 2013 und 2015 der World Tour aus und veranstaltete im Klagenfurter Strandbad die günstigere Europameisterschaft. Eine WM wäre in Klagenfurt nicht finanzierbar.

Wie hoch ist das Budget der Veranstaltung?

Das Gesamtbudget liegt bei 8,8 Millionen Euro. Ohne die großzügige Förderung durch die Stadt Wien wäre das Projekt auch nicht möglich gewesen. Dafür findet auf dem Veranstaltungsgelände von 3. bis 6. August auch die Freizeit- und Jugendmesse statt. Dort können diverse Sportarten ausprobiert werden.

Wie groß wird das Stadion sein?

Der Center Court wird ähnlich groß sein wie das Stadion an der Copacabana in Rio bei den Olympischen Spielen – also für 10.000 Zuschauer. Das gesamte Gelände ist 65.000 m² groß. Die 2200 VIP-Gäste können sich außerhalb des Stadions auf 2800 m² verköstigen lassen.

Kann man noch Karten kaufen?

Es bleibt dabei, dass große Teile des Stadions ohne Tickets besetzt werden, damit die Tribünen auch immer voll sind. Alle Besucher benötigen pro Tag aber ein Beach-ID-Armband mit Bezahlfunktion (ab 4 Euro, weitere Infos im Internet auf www.beachvienna.com). Dieses berechtigt zum Zutritt auf das Gelände und zum abendlichen Musikprogramm, aber nicht zum Stadion, wenn dieses bereits voll besetzt ist. Für einen Teil des Stadions gibt es auch Kauftickets. Diese sind erst ab den Medaillen-Entscheidungen zu erwerben und kosten inklusive Beach-ID 85 Euro. Ein Diamond-VIP-Ticket für die Zeit von 4. bis 6. August kostet 3144 Euro.

Wie heißen die Favoriten bei der WM?

Bei den Herren führt der Sieg über Alison Cerutti und Bruno Oscar Schmidt. Die Brasilianer sind Titelverteidiger von 2015 und Olympiasieger von 2016. Die Dichte ist aber so hoch, dass auch noch der 20. der Setzliste Medaillenchancen hat. Bei den Damen haben die Brasilianerinnen Talita/Larissa zwei internationale Turniere gewonnen. Die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst sind nach einer Verletzung noch nicht ganz in Form. Im Vorjahr gewannen die Deutschen sieben Turniere, so auch in Klagenfurt.

Wie gut sind die Österreicher in Form?

Clemens Doppler und Alexander Horst ist vor allem vor einer solchen Kulisse ein großer Wurf zuzutrauen. Da aber Österreicher bei Weltmeisterschaften noch nie auf dem Podium standen, wäre eine Medaille eine Sensation. Bei den Damen hat nach dem Karriereende von Doris Schwaiger Schwester Stefanie den Anschluss an die Spitze nicht wieder gefunden. Nachdem auch Barbara Hansel ihre Karriere beendet hat, spielt Stefanie Schwaiger heuer mit Barbara Schützenhöfer. Mit der 23-Jährigen fühlt sie sich wohl und kann wieder wie mit ihrer Schwester am Block spielen. In China belegten sie schon den fünften Platz. Insgesamt sind vier Herren- und drei Damen-Teams für Österreich bei der WM dabei.