Beachparty mit Volleyball

Das schönste Beachvolleyball-Turnier der Welt: Spieler, Funktionäre, Experten und Publikum sind sich einig – am Wörthersee sind Ambiente, Stimmung und Organisation einzigartig.
Foto: Reuters/DOMINIC EBENBICHLER

Der Sommer kommt zurück: Alles wendet sich zum Guten das Wetter, das Hickhack um die Zukunft des Turniers und die Stimmung.

That's the way, aha, aha, I like it, aha, aha" wird von 2. bis 7. August in Klagenfurt wieder absolutes Sommer-Feeling verbreiten: Das Spektakel rund um den Beachvolleyball Grand Slam geht in der "schönsten Sandkiste der Welt", am Wörthersee, über die Bühne.

Und das Wetter wird laut Meteorologen Franz Stockinger auch mitspielen: "Ab kommenden Sonntag bis zum nächsten Donnerstag wird es sommerlich schön, dann etwas labiler, aber ohne Gewitterfronten." Selbst kurze Schauer könnten das Turnier nicht gefährden: Für die Zuschauer gibt es gratis Regencapes und auf dem Quarzsand werden die Spiele durchgeführt.

Hickhack um Zukunft

Auch die bisher etwas wackelige Zukunft dieses großen Umsatz- und Werbeträgers des Kärntner Sommers scheint laut Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) gesichert: "Morgen, Freitag, gibt es noch ein abschließendes Gespräch mit Veranstalter Hannes Jagerhofer. Ich werde alles unternehmen, damit diese erstklassige Veranstaltung, die dem Land Kärnten national und international hohe Imagewerte und imposante Wertschöpfung bringt, weiterhin in Kärnten bleibt."

Diese "Ikone des Kärntner Eventsommers" bringe nicht nur vermehrt die Jugend nach Kärnten, sondern lukriere auch eine Wertschöpfung von vier Millionen Euro, betont Dörfler. Für ihn sei der Beachvolleyball Grand Slam mit dem Hahnenkamm-Wochenende in Kitzbühel vergleichbar: "Wir wollen das Turnier behalten und ich habe bei Jagerhofer geortet, dass er den Sparwillen mittragen wird."

120.000 Euro weniger

Auslöser für die Unstimmigkeiten ist ein Beschluss des Landes, Subventionen für Events um 30 Prozent zu kürzen. Was für die Sandspiele einen satten Abstrich von den jeweils 420.000 Euro an Landesgeld auf 300.000 Euro jährlich ab 2012 bedeuten würde. Die Stadt Klagenfurt hat ihr Engagement ungekürzt mit jeweils 412.000 Euro bis 2016 zugesagt.

Jagerhofer meinte anfangs dazu: "Wir können keine Reduzierung hinnehmen, weil wir die Qualität halten und den freien Eintritt beibehalten wollen. Außerdem ist der Vertrag schon zwölf Jahre alt und es gab bisher keine Indexanpassung. Wenn es zu keiner Lösung kommt, gibt es 2012 noch ein großes Farewell - man sollte ja am Höhepunkt aufhören. "

Sportbudget

Tourismusreferent und ÖVP-Chef Josef Martinz argumentiert: "300.000 Euro sind viel Geld, auch die anderen Veranstaltungen mussten Abstriche hinnehmen." Auch von ihm gebe es ein klares Ja zum Beachvolleyball in Klagenfurt, aber er meint: "Wenn Dörfler mehr Unterstützung dafür haben will, kann er ja als Sportreferent aus dem Sportbudget etwas beisteuern - schließlich ist es eine Sportveranstaltung."

Dörfler: "Wir werden zu einer guten Lösung kommen, ich habe bei Jagerhofer geortet, dass er den Sparwillen mittragen wird." Laut Jagerhofer stiegen die Anmeldungen für Boarding-Pässe auf 48.000, im Vorjahr waren es 6000 weniger.

(kurier) Erstellt am
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