Sport 05.12.2011

Beach: Kantersieg im Länderspiel

Ohne Satzverlust ins Achtelfinale: Doris und Stefanie Schwaiger düpierten sogar die deutschen Europameisterinnen.

Auf Österreichs Damen ist Verlass. Nach fünf Turnieren ohne Top-Ten-Ergebnis zogen Doris und Stefanie Schwaiger am Donnerstag in Klagenfurt auf dem schnellsten Weg ins Achtelfinale ein.

Nach zwei 2:0-Siegen gewannen die Schwestern aus Großglobnitz gegen die zweifachen Europameisterinnen Sara Goller und Laura Ludwig mit 21:9, 21:17 - ein Kantersieg. Die 8000 Fans im Klagenfurter Strandbad sorgten trotz kühler Temperaturen für Länderspielstimmung beim Duell Österreich gegen Deutschland.

"Das hat uns extrem geholfen", gab Stefanie zu. "In den letzten fünf Turnieren haben wir sieben Partien mit zwei Punkten Differenz verloren. Hier in Klagenfurt ist jetzt das gewisse Etwas wieder auf unserer Seite", ergänzt Doris, die auch bestätigt, dass nach den Niederlagen zuletzt schon ein gewisser Zweifel da war. "Aber jetzt wissen wir, dass wir gar nichts falsch gemacht haben", sagt Stefanie.

Party-Experten

Beeindruckt zeigte sich die 26-jährige Doris wieder einmal vom Publikum: "Natürlich kommen viele wegen den Partys am Abend. Aber wenn sie der Sport nicht interessieren würde, dann würden sie nicht den ganzen Tag am Centre-Court sitzen."

Der souveräne Sieg gegen das derzeit beste Team Europas gelang den Schwaigers auch durch eine taktische Umstellung. "Damit haben wir sie überrascht und mit dem Service einige Punkte gemacht", sagt die 24-jährige Stefanie.

Sollten die beiden das Achtelfinale auch gewinnen und somit zumindest den fünften Rang bei diesem Grand-Slam-Turnier erreichen, dann können sie schon ein Zimmer im olympischen Dorf in London reservieren. Im für die Olympia-Qualifikation relevanten Ranking würden sich die Schwaigers mit einem Top-Ergebnis von Platz neun aus weiter verbessern. Die besten 16 Paare dieser Liste sind fix 2012 in London dabei.

Doppler fiel ein Stein vom Herzen

Freude bei den Schwaiger-Schwestern nach dem 3. Sieg.
© Bild: rts

Aufregung hatte im Umfeld von Clemens Doppler und Matthias Mellitzer vor dem ersten Spiel in Klagenfurt wegen Trennungsgerüchten geherrscht. Doch noch wollen die beiden auf den bereits rollenden Zug zu den Olympischen Spielen nach London aufzuspringen.

In Klagenfurt haben sie den Zug noch nicht abfahren lassen und stiegen mit zwei Siegen (2:1 gegen Sidorenko/Diatschenko, 2:1 Laciga/Weingart) in die K.-o.-Phase auf. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", gibt Doppler zu. Der Unterschied zu bisherigen Turnieren? "Das Publikum macht einen Unterschied aus." Mellitzer ergänzt: "So macht es Spaß und kommt die Lockerheit zurück."

Alex Horst und Daniel Müllner müssen nach zwei Niederlagen das letzte Vorrunden-Spiel am Freitag gewinnen, um im Turnier zu bleiben.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011