Silas absolvierte vier Spiele für die Philadelphia 76ers.

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Basketball
03/24/2014

ÖBV angelt nach Spieler mit NBA-Erfahrung

Xavier Silas, der derzeitige Topscorer der argentinischen Liga, soll für das Nationalteam spielen.

Der österreichische Basketball-Verband will einen Spieler mit NBA-Erfahrung für das ÖBV-Nationalteam rekrutieren. Xavier Silas, dessen Mutter und Großmutter aus Salzburg stammen, soll das Recht auf die österreichische Staatsbürgerschaft haben und will nach Angaben von Sky Sport Austria ab der nächsten Saison für Österreich spielen.

Der 26-jährige Guard hat in der Saison 2011/12 vier NBA-Spiele für die Philadelphia 76ers absolviert. Derzeit spielt Silas für Quimsa in der argentinischen Liga und ist mit durchschnittlich 22,3 Punkten Topscorer der Liga. "Meine Mutter wurde in Österreich geboren, sie spricht oft davon, wieder zurück zu gehen. Mein Manager hat den österreichischen Verband kontaktiert und der wäre an Bord. Jetzt sind wir dabei, alles zu fixieren, damit ich nach Österreich kommen und spielen kann", erklärte Silas in einem Sky-Interview.

Silas, dessen Vater James Silas jahrelang für die San Antonio Spurs gespielt und zweimal ins All-Star-Team gewählt worden ist (1975, 1976), kennt die Situation der Nationalmannschaft offenbar gut. "Ich weiß, dass sich Österreich seit 1977 nicht mehr für ein großes Turnier qualifiziert hat. Ich kenne Rasid Mahalbasic. Er hat mir erzählt, dass das österreichische Team gut ist. Vielleicht könnten wir für Aufsehen sorgen. Ich möchte gerne helfen und Teil davon sein, wenn sich das Team zum ersten Mal seit fast 40 Jahren qualifiziert", sagte der 1,96-m-Mann, der nach Saisonende in Argentinien nach Österreich kommen will, "um alles zu klären".

Vorsichtiger Teamchef

Beim österreichischen Verband wäre man über die Verstärkung erfreut. "Er wäre sicherlich eine Bereicherung, weil er ja keinen eingebürgerten Legionärsplatz wegnehmen würde, und als sehr athletischer Spieler könnte er uns sicher helfen", erklärte ÖBV-Präsident Karl Thaller, der in permanentem Mail-Kontakt mit Silas ist. Thaller bezweifelt aber, dass sich die administrativen Dinge rechtzeitig vor Beginn der EM-Qualifikation im August ausgehen.

Teamchef Werner Sallomon blieb vorsichtig, vor allem was die Erwartungshaltung an einen ehemaligen NBA-Spieler in Österreich betrifft. "Er ist sicherlich kein uninteressanter Spieler. Die Frage ist, ob so ein Spieler dir dann das bringt, was du erwartest. Wie schnell kann er sich auf das europäische Niveau einstellen? Wenn das nicht funktioniert, geht er eventuell sehr enttäuscht aus so einer Situation raus", sagte Sallomon.

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