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Sport
12/05/2011

Aufregung über im Käfig kämpfende Kinder

In Großbritannien sorgt ein Video von zwei Kindern, die in einem Klub gegeneinander antreten, für Entrüstung.

Cage Fighting und Mixed Martial Arts (MMA; die Kombination mehrerer Kampfstile) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. In einem relativ kleinen Ring, der von einem Maschendrahtzaun umgeben ist, treten zwei kaum geschützte Protagonisten aufeinander. Nur fingerlose, leicht gepolsterte Handschuhe dämpfen die harten Schläge. Ziel eines Mixed Martial Arts-Kampfs ist es, den Gegner zu besiegen, bis er durch Abklopfen aufgibt, K.o. geht (ohnmächtig wird) oder der Schiedsrichter den Kampf abbricht. Die oft blutigen und brutalen Kämpfe sorgten schon in der Vergangenheit für Kritik.

Kinderkämpfe in düsteren Klubs

Ein Video entfachte die Diskussion über den Sport in England erneut. Es zeigt zwei 9- und 8-jährige Buben, die sich in einem Klub gegenüberstehen. Angefeuert von teilweise betrunkenen Erwachsenen und leicht bekleideten Nummerngirls gehen die beiden aufeinander los. Die Hauptkritik richtet sich nicht gegen den Aspekt, dass Kinder eine Sportart ausüben, sondern eher gegen das Umfeld, in dem diese betrieben wird.

Das Video hat auf jeden Fall das britische Jugendamt auf den Plan gerufen, die jetzt gegen die Eltern und die Verantwortlichen des Klubs ermitteln. Sollte sich herausstellen, dass die Jungs nicht freiwillig im Ring gestanden sind oder sie von ihren Eltern bewusst einer Gefahr ausgesetzt worden sind, könnte denen eine sechsmonatige Haftstrafe drohen.

Mittlerweile wurde das Video aus dem Netz genommen, doch auf diversen Plattformen gibt es noch genug Beispiele, die Kinder im Ring zeigen (siehe Video oben).

Jungs prügeln sich sowieso

Die öffentliche Meinung zu dem Thema ist gespalten. Mediziner sehen darin sowohl die körperliche, als auch die geistige Entwicklung gefährdet. Auch der professionelle MMA-Kämpfer Khalid Ismail kritisiert das Spektakel, sieht aber in erster Linie das Umfeld des Kampfes als Problem. Alex Reid, ebenfalls MMA-Kämpfer, sieht das ganze eher lockerer. "Jungs prügeln sich sowieso. Warum also nicht unter der Aufsicht von Erwachsenen und professionellen Leuten, die ihnen Disziplin, Anstand, Gemeinschaft und Respekt beibringen?"

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