Auch die Deutschen hatten keine Chance

EPAepa03167828 Germanys Timo Boll (L) serves during the match against Chinas Zhang Jike in the finals between Germany and China at the 2012 World Team Table Tennis Championships at Westfalenhalle in Dortmund, Germany, 01 April 2012.  EPA/FRISO GENTSCH
Foto: EPA Timo Boll (li.) gewann gegen Chinas Zhang Jike immerhin zwei Sätze.

China besiegt im Finale der Tischtennis-Team-WM Gastgeber Deutschland 3:0.

Chinas Tischtennis-Nationalteam der Herren hat sich am Sonntag zum 18. Mal zum Mannschafts-Weltmeister gekürt.

Die favorisierten Asiaten setzten sich in der Dortmunder Westfalenhalle vor 11.000 Zuschauern gegen Lokalmatador Deutschland bei drei Satzverlusten 3:0 durch.

Für die Deutschen ist es die insgesamt vierte Team-Silbermedaille, nachdem sie 1969 hinter Japan und auch schon 2004 und 2010 hinter China gelandet waren. Vor zwei Jahren in Moskau hatte sich China mit 3:1 durchgesetzt.

Boll gewann zwei Sätze

Timo Boll war im Eröffnungsmatch gegen Weltmeister Zhang Jike nahe an der Überraschung gewesen, nachdem er ein 0:2 in Sätzen ausgeglichen hatte. Im Entscheidungssatz setzte sich aber der Welt-gegen den Europameister durch.

Danach stand Dimitrij Ovtcharov gegen Ma Long auf verlorenem Posten, unterlag dem Weltranglisten-Führenden 0:3. Schließlich holte Vize-Europameister Patrick Baum gegen Wang Hang Hao überraschend den ersten Satz, hatte sein Pulver damit aber verschossen.

Chinas WM-Goldserie hält damit bereits seit 2001, zuletzt war das Reich der Mitte im Jahr 2000 Schweden unterlegen. Die Skandinavier mussten sich diesmal nach einem 1:3 gegen Österreich mit Rang sechs begnügen.

Noch vor der als zweitbestes europäisches Team bilanzierenden ÖTTV-Truppe platzierten sich Südkorea und Japan jeweils auf Rang drei.

"Wir hatten in jedem Einzel Chancen", meinte Deutschlands Cheftrainer Jörg Roßkopf, 1989 mit Steffen Fetzner an gleicher Stelle Weltmeister im Doppel. Aber auch die Österreicher bzw. Robert Gardos hatte dem Titelverteidiger immerhin einen Satz abgenommen, die Chinesen gewannen freilich alle ihre acht WM-Begegnungen 3:0.

Chinas Team hatte die Tage vor den Titelkämpfen in der Schwechater Werner Schlager Academy (WSA) trainiert, diese soll künftig ihr europäisches Trainingscenter werden.

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(apa / jos) Erstellt am
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