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Schwimmsport
12/07/2012

Annäherung in der "Causa Jukic"

Der Olympia-Vierte und der Schwimmverband wollen sich an einen Tisch setzen.

In der Auseinandersetzung zwischen dem Olympia-Vierten Dinko Jukic und dem österreichischen Schwimmverband (OSV) könnte es demnächst zu einer gütlichen Einigung kommen. Nachdem die Fronten zwischen dem Verband und dem Sportler verhärtet und dessen Sperre beim Linzer Verbandstag am 15. September mit Vehemenz bestätigt wurde, bringt die am 30. November ausgesprochene Einstweilige Verfügung die Parteien nun offenbar zur Lösung der eingefahrenen Lage zu einem Gespräch zusammen.

"Ich bin froh, dass wir uns an einen Tisch setzen", kommentierte Jukic am Freitag gegenüber der APA Aussagen von OSV-Präsident Christian Meidlinger, gesprächsbereit zu sein. Der 49-Jährige selbst hielt sich bedeckt, indirekt bestätigte er aber seine Haltung. "Ich spreche mit allen Sportlern", meinte Meidlinger allgemein, um hinzuzufügen: "Was Dinko Jukic betrifft, gibt es ein Gerichtsurteil, das ich zu akzeptieren habe."

Die Anwälte beider Seiten sollen einen Termin finden. Jukic wäre aber froh gewesen, hätte der Verband früher reagiert. "Eine Nominierung für die WM wäre bis 2. Dezember möglich gewesen. Das ist eine Frage des Willens", meinte Jukic über die verpasste Teilnahme an den Istanbul-Titelkämpfen enttäuscht. Seinen ursprünglichen WM-Verzicht hatte er davor widerlegt, nun wäre ihm ein Vergleich mit der Weltelite gelegen gekommen.

Gut in Form

Denn Jukic fühlt sich gut in Form. Die Sperre hat ihn nicht daran gehindert, im Training Gas zu geben. Während wochenlanger Aufenthalte zuerst in Australien und dann in den USA wurde der 23-Jährige teilweise von seinem Trainervater Zeljko oder auch Schwester Mirna Jukic begleitet, in den USA hat er sich auch dem Training eines Vereins angeschlossen. Diese Woche kehrte der Austria-Wien-Athlet nach rund einmonatigem US-Aufenthalt zurück.

Auf der Agenda des aktuell erfolgreichsten OSV-Athleten stehen neben dem anstehenden Gespräch mit Meidlinger auch Sponsoren-Termine. Denn durch die am 23. August wirksam gewordene und nun unterbrochene zehnmonatige Sperre konnte er seinen Sponsoren nicht viel zurückgeben. "Für sie ist das Ganze natürlich eine unangenehme Situation", zeigte Jukic Verständnis für offensichtlichen Unmut so manchen Geldgebers.

Nach Verpassen der WM hat Jukic nun die US-Grand-Prix-Serie im Visier. Das Auftaktmeeting vor vier Wochen in Minneapolis hat er zwar verpasst, ab dem Wochenende 18. bis 20. Jänner in Austin folgen aber bis Juni in Orlando, Mesa/Arizona, Charlotte und Santa Clara noch weitere Veranstaltungen. "Ich habe ziemlich gut trainiert, möchte dann meinen Zustand aber im Wettkampf beurteilen. Ziel wäre es, dort Finali zu erreichen."

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